Pflegebündnis lässt nicht locker

Jena  Weiterer Brief an die Klinik-Leitung

Die Mitarbeiter der Intensivpflege-Stationen am Jenaer Universitätsklinikum (UKJ) bekommen weiter Unterstützung von Jenaer Bürgern. Das „Bündnis gegen Pflegenotstand Jena“, das im Januar in einen offenen Brief die prekäre Personalsituation in den betroffenen Stationen angeprangert hat, lässt nicht locker.

Bei einem Netzwerktreffen am Mittwoch wurden weitere Aktionen besprochen, wie den betroffenen Mitarbeitern des Klinikums geholfen werden könnte. Eine Gruppe hat einen zweiten offenen Brief an die Klinik-Leitung formuliert. „Ende Februar läuft das Ultimatum der IMC2 aus, und nach wie vor ist in unseren Augen nicht erkennbar, wie die Leitung des UKJ die dort herrschenden Bedingungen verbessern will. In der Öffentlichkeit sind seither keine diesbezüglichen Maßnahmen bekannt geworden“, kritisieren die Autoren.

Die Klinikleitung wird gemahnt, den Forderungen aller Stationen nach mehr Personal nachzukommen und „damit eine gute Behandlung für uns und unsere Angehörigen sowie würdige Arbeitsbedingungen für die Angestellten zu gewährleisten“. Die Forderungen nicht nur der Jenaer Klinikmitarbeiter nach einem Betreuungsschlüssel von vier Patienten pro Pflegekraft seien legitim. Das Jenaer Bündnis gegen Pflegenotstand fordert die Bürgerinnen und Bürger der Stadt auf, sich mit ihrer Unterschrift unter die Petition ( http://wirfuer4.de/) hinter die Beschäftigten in der Pflege zu stellen.

Wer den offenen Brief des Bündnisses unterschreiben will, kann das im Café und Secondhand-Laden „Ketzal“ in Jena, Zwätzengasse 7/8, tun. Wer sich in der Aktionsgruppe engagieren will, ist zu den regelmäßigen Treffen am 1. und 3. Mittwoch im Monat, ab 19 Uhr, im Büro der Freien Arbeiter Union (FAU), Bachstraße 22, herzlich eingeladen.

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