Rotary Gera macht junge Flüchtlinge fit für die Zukunft

Gera/Zeulenroda-Triebes  Sprache, Ausbildung und Wertevermittlung stehen im Fokus

Minderjährige Flüchtlinge und volljährige Absolventen des Programmes. (*)

Minderjährige Flüchtlinge und volljährige Absolventen des Programmes. (*)

Foto: Uwe Müller

Flüchtlingen eine Perspektive zu geben und sie fit zu machen für eine Zukunft in ihren Heimatländern, diesem Anliegen hat sich seit zweieinhalb Jahren der Rotary Club Gera verschrieben. Darüber informieren die Rotarianer in einer Pressemitteilung. Die Jugendlichen, die in Zeulenroda-Triebes leben, sollen mit einem klar strukturierten Programm in die Gesellschaft und in die Arbeitswelt integriert werden sowie die Werte unserer Demokratie kennen und achten lernen. Das Projekt ist durch Spenden finanziert worden. 40 000 Euro Euro warb die Greizer Landrätin und Pastpräsidentin des Rotary Clubs Gera, Martina Schweinsburg (CDU) ein. Rotary International verdoppelte die Summe, so dass 80 000 Euro für ein dreijähriges Projekt zur Verfügung stehen.

Nachdem im Herbst 2017 von den ersten 16 Lehrgangsteilnehmern nahezu alle ein Praktikum aufnehmen und zwei eine Lehrausbildung beginnen konnten, läuft gegenwärtig der zweite Kurs mit 12 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aus Somalia, Gambia, Nigeria und Eri­trea. Bei Seminaren, unter anderem an der Dualen Hochschule Gera, werden auch elementare gesellschaftliche Kenntnisse vermittelt, etwa zu Grund-, Freiheits- und Menschenrechten, Demokratie, Konfliktvermeidung, Konfliktlösung, Unternehmensgründung und Betriebsführung. Der Deutschkurs über die Agentur für Arbeit und die Praktikumskurse der Handwerkskammer sind mit den sechs Seminaren, die Rotary organisiert, wichtige Bausteine für die Integration der Flüchtlinge.

„Es ist beeindruckend, wie motiviert die jungen Leute sind und lernen. Erfreut und dankbar bin ich angesichts der Unterstützung kleiner und mittelständischer Betriebe, wie zum Beispiel Maler, Klempner und Autohäuser“, betont Schweinsburg. Ein Flüchtling ist Aden Mursal aus Somalia, der bereits gut Deutsch spricht und bald eine Ausbildung zum Elektriker beginnt.

(* Die Bildunterschrift war in einer früheren Version des Textes unvollständig und wurde ergänzt.)

Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.