Schon die Kleinen beschäftigen sich mit Flucht

Jena  Mit Bus und Schulpatenschaften die Integration fördern – heute Patenschaftstag an der Europaschule

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Schülerpatenschaften kennt man fast an jeder Schule. Meist kooperieren dabei ein jüngerer und ein älterer Schüler. Im Rahmen des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“ wurden jedoch über den Thüringer Landesverband der Schulfördervereine andere Patenschaften geschlossen. Jeweils ein einheimisches und ein zugewandertes Kind mit Fluchterfahrungen bilden eine Patenschaft.

Heute, 14.30 Uhr, wird an der Friedrich-Schiller-Grundschule (Europaschule) in Winzerla ein Patenschafts-Tandemtag veranstaltet. Der Tag bietet Kindern eine Möglichkeit, Eltern und Freunden von Erfahrungen mit der Patenschaft zu berichten. Auch Projekte aus Schulen und Kindertagesstätten werden dort präsentiert. Die Kinder haben Bögen bekommen, die sie gestalten durften. Diese Bögen haben sie gemeinsam bemalt, beschrieben, mit Fotos beklebt.

Dem Thema Flucht ist auch der „Missio-Truck“ gewidmet. Im Bus können Besucher an den Schicksalen von acht aus dem Ost-Kongo geflüchteten Menschen teilhaben. Die Biografien der Bürgerkriegsflüchtlinge werden multimedial ausgestellt. Besucher lesen die Biografien also nicht nur, sondern erfahren auch an Spiel- und Hörstationen, wie es ist, plötzlich fliehen zu müssen. Darüber hinaus steht im Bus die Aktion „Saubere Handys“ im Blickpunkt. Alte Handys können hier abgegeben werden. So kann das seltene Erz Coltan, welches in der Demokratischen Republik Kongo die Bürgerkriege vorantreibt, wiederverwendet werden. Der „Missio-Truck“ ist für Schulen und Gruppen sowie die Öffentlichkeit zugänglich. Besuchen kann man den 17 Meter langen Bus von Montag, 18, bis Mittwoch, 20. September, auf dem Schulhof der Kaleidoskop- und der Saaletalschule in Lobeda-West.

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