Spenden sammeln für Fortgeschrittene: Fundraisingtag in Jena

Schleiz/Bad Lobenstein  Vertreter der Stadt Schleiz und der Diakoniestiftung informieren sich auf dem Mitteldeutschen Fundraisingtag in Jena über Wege zu neuen Geldquellen

In verschiedenen Arbeitsgruppen des Mitteldeutschen Fundraisingtages in Jena gab es für die Teilnehmer neue Erkenntnisse

In verschiedenen Arbeitsgruppen des Mitteldeutschen Fundraisingtages in Jena gab es für die Teilnehmer neue Erkenntnisse

Foto: Buchmann/EKM

Nicht nur gemeinnützige Organisationen sondern auch viele andere Institutionen sind häufig auf die Gewinnung von Geld aus Fördermitteln oder Spenden angewiesen. Der Fachbegriff dafür lautet „Fundraising“ (aus dem Engl.: etwa Mittelbeschaffung).

Der Mitteldeutsche Fundraisingtag fand am Dienstag in Jena statt. Bei diesem Treffen nehmen Vertreter von Vereinen, Verbänden und auch gemeinnützigen Unternehmen an von Experten geleiteten Arbeitsgruppen zum Thema Spendenwerbung teil. Darunter waren auch Teilnehmer der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein und der Stadt Schleiz.

Gleich drei Verantwortliche der Diakoniestiftung nahmen an der Veranstaltung teil. Für ­Diana Oertel, zuständig für das Stiftungs-Fundraising, sei es ­bereits der fünfte oder sechste Besuch gewesen. „Wir beraten hier ­regelmäßig, welche Themen uns wichtig sind und welche Projekte wir unterstützen könnten. Als gemeinnütziger Träger sind wir auf Spendenunterstützung angewiesen.“

Oertel besuchte am Dienstag daher die Workshops „Gemeinnützigkeit und Steuern“ und „Erfolgsfaktoren für Fördermittelanträge“. Denn so ein Antrag müsse Hand und Fuß haben und interessant aufbereitet sein, ­damit man in die engere Auswahl gelange. Ebenso wichtig wie die vermittelten Inhalte sei auf dem Fundraisingtag aber auch der Erfahrungsaustausch.

Zu den Teilnehmern zählte auch Juergen K. Klimpke (SPD), der Bürgermeister von Schleiz. Auch er war bereits fünf Mal dabei. „Der Termin ist sehr interessant für uns“, erläutert er und zählt die besuchten Vorträge auf: „Psychologie des Fundraising“, „Fundraisingkampagnen in der Praxis“ und die „Erfolgsfaktoren“. Laut Klimpke sei es wichtig, Beziehungen zu Geldgebern auf­zubauen, um abseits der Haushaltsplanung Finanzierungspotenziale zu erschließen. Etwa beim Bau eines Pumptracks für Mountainbiker für die Jugend der Stadt. „Der Förderantrag über 85 000 Euro läuft. Wir hoffen, dass er bewilligt wird“, so Klimpke. Die zur ­Finanzierung fehlenden 50 000 Euro müssten dann auch über Spenden eingeholt werden. Da sei es wichtig, zu wissen, in welche Fallen man nicht treten darf, um mögliche Spender nicht zu verprellen.

Wenn Sie spenden wollen, damit im Behinderten-Wohnverbund Michaelisstift Gefell eine Grillhütte für die Bewohner errichtet werden kann, berät sie Diana Oertel unter Tel.: (036651) 39 89 41

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