Sport- und Badverein Vollmershain will Zukunft des Freibades sichern

Vollmershain  Sport- und Badverein Vollmershain will Zukunft des Freibades sichern. Generationswechsel und neue Strukturen

Der erste Arbeitseinsatz im Freibad Vollmershain im März dieses Jahres bescherte viel Arbeit, da die Freizeiteinrichtung mehr als ein Jahr geschlossen war. Doch die Hilfsbereitschaft im Dorf ist groß: Rund 40 Unterstützer packten mit an, darunter auch die Männer der örtlichen Feuerwehr.  

Der erste Arbeitseinsatz im Freibad Vollmershain im März dieses Jahres bescherte viel Arbeit, da die Freizeiteinrichtung mehr als ein Jahr geschlossen war. Doch die Hilfsbereitschaft im Dorf ist groß: Rund 40 Unterstützer packten mit an, darunter auch die Männer der örtlichen Feuerwehr.  

Foto: Jana Borath

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Um das Vollmershainer Freibad auf Trapp zu bringen, wurde der Sport- und Badverein Vollmershain aus der Taufe gehoben. Bauchtanz und Sportgruppe kamen später hinzu. Die Gründung ist jetzt 26 Jahre her, indes ist das Vereinsziel aktueller den je. 2018 und damit in seinem 40. Jubiläumsjahr, musste das beliebte Freibad geschlossen bleiben. Es fehlte am Fachangestellten für Bäderbetriebe, an der Anlage selbst herrschte Reparaturstau. Die Gemeinde als Träger der Einrichtung kam mit der Finanzierung des Badbetriebes nicht mehr hinterher. „Aber eine Schließung war für uns keine Option“, sagt Sina Burkhardt. Sie ist Mitglied im 2019 neu gewählten und verjüngten Vereinsvorstand und dort zuständig für die gesamte Kommunikation.

Das vergangene Jahr nutzten Gemeinde und Verein, um nach Lösungen zu suchen, um die Freibad-Zukunft im Dorf zu sichern. Und die fand man: Mit der aktuellen Freibadsaison hat der Sport- und Badverein die Trägerschaft für die Freizeiteinrichtung übernommen. Lange habe man darüber wohl nicht nachdenken müssen, hieß es im Verein. Und schon ein Problem ist gelöst. Mit Stefan Dietl gibt es wieder einen Fachangestellten für Bäderbetriebe in Vollmershain, ohne dem das Bad gar nicht öffnen darf.

Und offenbar eint die Sorge ums Freibad das Dorf. Die Mitgliederzahl des Sport- und Badvereines wuchs in kürzester Zeit auf 40 Leute an. Vor allem junge Menschen traten bei. Zudem erlebten die Arbeitseinsätze vor Saisonbeginn fast schon einen kleinen Ansturm fleißiger Helfer. Jung und Alt packten mit an, um die Spuren zu beseitigen, die ein Jahr Stillstand im Freibad hinterlassen hatten. Mit dabei die verlässlichen Partner von der örtlichen Feuerwehr, die stets zur Stelle sind, wenn das Bad Unterstützung braucht.

Und die tatkräftige Hilfe fürs Freibad hört im Sommer nicht auf. Der Verein hat einen Dienstplan erstellt, der die Arbeit im Freibad regelt. Dabei geht es um all die Kleinigkeiten, die vor oder nach Badschluss geregelt werden müssen. Müllauflesen, Toiletten putzen und vieles andere mehr. „Jetzt wechseln wir uns wöchentlich damit ab“, erläutert Burkhardt. Geputzt im Bad wird jetzt immer nach 19 Uhr und das gemeinsam.

Neu geregelt ist ebenso die Finanzierung der Freizeiteinrichtung. Der Verein nutzte die vergangenen Monate, um Sponsoren für das Vollmershainer Freibad zu akquirieren. Deren Zuschüsse bilden eine Säule des Finanzkonzeptes. Die Eintrittsgelder der Besucher sind ein weiteres Standbein. „Und darüber hinaus sind wir stets auf Spenden angewiesen, um unseren Freibadbetrieb am Laufen zu halten. Denn zu tun gibt es hier immer etwas“, sagt Sina Burkhardt. In engem Kontakt stehen die Vollmershainer bei all dem mit dem Förderverein „Attraktives Freibad Altkirchen“, der das dortige Freibad seit einigen Jahren in eigener Trägerschaft führt. „Wir profitieren von diesen Erfahrungen und wollen auch künftig Gemeinsames auf die Beine stellen“, so Burkhardt. Generell hat sich mit dem Generationswechsel im Vereinsvorstand einiges verändert. Der Verein ist präsent mit einer Internetseite und einem Auftritt in den sozialen Netzwerken, Informationen fließen damit sofort an alle Vereinsmitglieder und an die Öffentlichkeit. „Unser Ziel ist es, unser Freibad jedes Jahr wieder zu öffnen“, erläutert Sina Burkhardt. „Dafür ist es wichtig, präsent zu sein und viele Kontakte zu pflegen.“

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