Studentische Assistentin erhält Lohn

Jena  Gewerkschaft FAU bewirkt Einigung mit Universität Jena.

Uni Jena

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Foto: dpa

Eine studentische Assistentin am Lehrstuhl für theoretische Soziologie hat nach mehreren Monaten nun einen Teil ihres unausgezahlten Lohns erhalten. Unterstützt wurde sie bei ihrem Vorgehen von der selbstorganisierten Gewerkschaft Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Jena (FAU).

Oft werden Verträge für studentische Tätigkeiten über wenige Wochen abgeschlossen, danach müssen Hilfskräfte rechtzeitig Folgeanträge unterzeichnen. In den Verträgen ist vermerkt, dass Tätigkeiten nur ausgeübt werden dürfen, wenn ein unterschriebener Vertrag vorliegt.

Ist das nicht der Fall und es werden trotzdem Leistungen erbracht, werden diese nicht vergütet. Mit ihrer Unterschrift stimmen die Arbeitnehmer dem zu, wie die Pressestelle der Universität bestätigte.

Universität lehnt Forderung zunächst ab

In diese Lage geriet die Betroffene, als sie vergaß, ihren bereits elften Vertrag am Lehrstuhl zu unterzeichnen. Dies fiel ihr erst nach ausbleibender Lohnzahlung für sechs Wochen geleistete Arbeit auf.

Zunächst bemühte sie sich am Lehrstuhl selbst um die Lösung des Problems. Als dies erfolglos blieb, wandte sie sich im Januar an die FAU, die bereits im vorherigen Jahr universitären Hilfskräften half. Zuerst wurde ein Forderungsschreiben an die Uni verfasst, welches abgelehnt wurde. Darauf folgte die Einreichung einer Klage, allerdings wurde der festgesetzte Verhandlungstermin durch die Uni abgesagt und man einigte sich außergerichtlich auf eine Teilauszahlung des Lohns.

Vermieden werden könnten solche Probleme laut Thomas Möller von der FAU durch länger befristete Verträge: „Unser Ziel sind Beschäftigungen von mindestens einem Jahr.“ Laut Uni wird die Praxis der kurzen Verträge unter anderem betrieben, damit die Studierenden flexibler in der Anpassung ihrer Tätigkeit an ihren Stundenplan sind.

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