Sturmtief richtet erhebliche Schäden im Landkreis an - Schwarzatal gesperrt

Hunderte umgestürzter Bäume, abgedeckte Dächer, umgekippte Autos und gesperrte Straßen und Schienenwege - das ist die vorläufige Bilanz eines Sturmtiefs, das am späten Sonntag Nachmittag über Saalfeld zog.

Ein Baum blockiert bei Böhlscheiben die Straße

Ein Baum blockiert bei Böhlscheiben die Straße

Foto: zgt

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"Die Katastrophe schlechthin", schilderte ein Mitarbeiter der Rettungsleitstelle Saalfeld am Abend die Situation, nachdem ein kurzer aber heftiger Sturm zwischen 17 und 18 Uhr über den Landkreis gezogen war. Windspitzen zum Teil deutlich über 100 km/h und heftiger Regen sorgten vor allem in Bereich Schwarzatal, Bad Blankenburg und Saalfeld für Schäden im vermutlich sechsstelligen Bereich.

Absoluter Schwerpunkt war laut Leitstelle das Stadtgebiet Saalfeld, wo die Feuerwehren bis zum späten Abend zu 52 Einsätzen ausrücken musste. Rund 40 Kameraden waren in der Kreisstadt im Einsatz, um umgestürzte Bäume zu beseitigen, ausgelöste Brandmeldeanlagen zu kontrollieren und absturzgefährdete Dächer zu sichern. Insbesondere am Mittleren Watzenbach hatte das Unwetter stark gewütet. Ein Amateurvideo zeigt einen großen Baum auf der Straße zum Marktkauf, einen umgestürzten Transporter und einen Mast, der beim Umfallen mehrere Autos beschädigte. Wegen Schäden an Dächern und Oberleitungen waren die B 281 in Garnsdorf Richtung Arnsgereuth, Helenenstraße und Schlosstraße zeitweise gesperrt. In Bad Blankenburg wurde der Kurpark gesperrt.

Im Schwarzatal knickten reihenweise Bäume um, die Polizei schätzte deren Zahl auf etwa 500. Auch hier waren Feuerwehren bis in die Nachtstunden im Einsatz. Die Landesstraße musste zwischen Bad Blankenburg und Schwarzburg voll gesperrt werden. Ersatzweise wurde die eigentlich wegen Bauarbeiten voll gesperrte B 88 in Watzdorf per Ampelregelung am späten Abend freigegeben.

Eingestellt wurde auch der Zugverkehr in der Region.

Gegen 22.30 Uhr hatte sich die Lage etwas beruhigt. "Es sind aber immer noch einige Feuerwehren draußen", hieß es aus der Leitstelle. Ein vollständiges Bild der Schäden im Kreis Saalfeld-Rudolstadt wird man sich erst am Montag machen können.

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