Svetlana Muraschkewitsch zum Tag der offenen Töpferei in Schleiz getroffen

Schleiz  Glaskünstlerin ist schon seit zwei Wochen wegen einer geplanten Ausstellung auf Schloss Burgk zu Gast bei Ekaterina Peitz in Schleiz

Svetlana Muraschkewitsch (l.), Glaskünstlerin aus Sankt Petersburg, in der Werkstatt von Ekaterina Peitz in Schleiz. Foto: Renate Klein

Svetlana Muraschkewitsch (l.), Glaskünstlerin aus Sankt Petersburg, in der Werkstatt von Ekaterina Peitz in Schleiz. Foto: Renate Klein

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Den Tag der offenen Töpferei nutzten am Samstag, wie am Sonntag Gruppen und einzelne Interessenten, um auch das Schaffen von Diplomdesignerin Ekaterina Peitz aus Schleiz in Augenschein zu nehmen. Die Werke der Künstlerin wurden im Atelier und auch dank des schönen Wetters im Hof bewundert.

Am großen Tisch in der Werkstatt gab es diesmal ein besonderes Angebot für Besucher, welche selbst etwas gestalten wollten. Dort saß Svetlana Muraschkewitsch, die sich der Glaskunst verschrieben hat, und zusammen mit Ekaterina Peitz an der Hochschule für Angewandte Kunst in St. Petersburg studierte. Sie zeigte den Gästen, wie man aus kleinen farbigen Glasstückchen Figuren gestalten, sie umrahmen und durch Löten zusammenfügen kann. "Das ist die Tiffany-Technik", erklärte Peitz. Am Fenster hingen bereits Tiere, Blumen und anderes, was unter den geschickten Händen von Svetlana entstanden war. Im Atelier hatte die Künstlerin eine größere Auswahl ihres Könnens zur Schau gestellt.

Wer daran kein Interesse hatte, der konnte Flaschen, die in der Hitze des Brennofens ganz flach geschmolzen waren, ebenfalls mit bunten Glasstückchen verzieren. "Es ist ganz einfach", ermunterten die Künstlerinnen, aber so einfach war es für Laien dann doch nicht. Allerdings hatte man viel Spaß dabei. Svetlana weilt schon seit zwei Wochen in Schleiz. Grund dafür ist eine geplante Kunstausstellung auf Schloss Burgk. Dort sollen Werke ehemaliger Studienkameradinnen von Ekaterina an der Kunstakademie gezeigt werden. Das Projekt "Kunstbotschaft" ist 2016 entstanden und beinhaltete zwei Ausstellungen, eine in Schleiz und eine in Dänemark bei Aarhus.

Für das Projekt in Burgk bestehen schon Pläne. Insgesamt sieben Künstlerinnen werden dabei sein. Svetlana ist die erste, die in Schleiz vorarbeitet, da man die schweren Glaskunstwerke schlecht im Flugzeug transportieren kann.

Im Mai werden zwei Künstlerinnen, die mit Porzellan arbeiten, nach Schleiz kommen. "Ich bin sehr froh, dass uns das gelingt, denn die Kosten für die Flüge können meine ehemaligen Kameradinnen nicht so leicht aufbringen", sagte Ekaterina Peitz. In Burgk ist eine Installation geplant, die auch begehbar sein soll. Gefertigt wird diese unter anderem aus nicht mehr gebrauchten Stores – also durchsichtigen Gardinen. "Diese Kunst-Art, gewöhnliche Sachen zu nehmen und etwas anderes daraus zu machen, haben wir uns ausgedacht", so Peitz.

Bis zu dieser Ausstellung in Burgk darf man gespannt sein und kann vielleicht von den vielfältigen Künstlerinnen, die sich aus diesem Grund in Schleiz aufhalten, in Ekaterinas Werkstatt noch einige kleine Künstlerkniffe für Laien lernen.

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