Tausende bei Kneipen-Nacht: Einige Lokale in Gera platzen aus allen Nähten

Gera  Gastwirte, Musiker, Organisatoren und vor allem viele Gäste sorgen für eine gelungene Premiere von „Gera – Feiert frei“

Die Band Towarischtsch brachte das rappelvolle Comma zum Kochen.

Die Band Towarischtsch brachte das rappelvolle Comma zum Kochen.

Foto: Marcel Hilbert

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„Wir machen mit, weil wir zeigen wollen, dass in Gera etwas los ist. Gera lebt!“ Was Klaus Hoffmann am Beginn eines langen Abends noch so ein wenig als Hoffnung formulierte, hatte sich da bereits in seinem und vielen anderen Lokalen in der Innenstadt bewahrheitet. Als neuer Wirt der „Wunderbar“ in der Humboldtstraße war er zu Silvester gestartet und beteiligte sich als eine von 23 gastronomischen Einrichtungen und Clubs in der Innenstadt an der Premiere der Kneipennacht „Gera – Feiert frei“ am Sonnabend. 23 Gastronomien, die mit Musik – mal live, mal von DJs aufgelegt – bei freiem Eintritt lockten.

Dieses Konzept der Initiatoren der Nacht, Tobias Meißner von AT-Events und Lucas Fischer vom Online-Portal „about Gera“ ging gut auf. Während in den Kneipen, Bars und Gaststätten mit Livemusik schon kurz nach Beginn keine Sitzplätze und an einigen Adressen schnell auch keine Stehplätze mehr da waren, schlug die Stunde der Clubs erst in den Nachtstunden, wie Tobias Meißner gestern bilanzierte. Er war nach den ersten positiven Rückmeldungen der Gastwirte und eigenem Erleben begeistert.

Mehrere Tausend Geraer und Gäste auf den Beinen

„Es waren sicher mehrere Tausend Besucher auf den Beinen“, sagte er und verweist auch auf Schätzungen der Polizei aus der Nacht. Die wusste gestern auf Nachfrage von keinen besonderen Vorkommnissen im Zusammenhang mit der Kneipennacht zu berichten.

Die ausgelassene und friedliche Stimmung war in der Innenstadt auf jeden Fall zu spüren. Nicht nur in den Lokalen, auch auf der Straße waren zahlreiche Nachtschwärmer unterwegs. Besonders die Schloßstraße war belebt, da sich hier, wie auch in der Humboldtstraße sowie in deren Nachbarschaft die meisten teilnehmenden Gaststätten befanden, die noch dazu mit ihrer Außengastronomie auch den Aufenthalt im Freiem an einem letztlich angenehmen Frühlingsabend begünstigten. Aber auch die etwas abgelegeneren Lokale wie das Aposto am Theater mit der Band Scale Unplugged oder das Downtown am Bahnhof, wo DJ Christian Dorn auflegte, fanden ihr Publikum. Die Band Towarischtsch, die im rappelvollen Comma die Gäste zum Schwitzen brachte, hatte in der Innenstadt extra kleine Hinweise auf ihr Konzert verteilt.

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Vorm Murphys, wo die Karaoke-Party für gute Laune sorgte, bildete sich schnell eine große Menschenmenge. In der „Manufaktur“, in der die Bands „Ugly Hurons“ und „Radiation Dust“ auftraten, war schnell überhaupt kein Platz mehr zu bekommen. Dass nur wenige Schritte weiter Schlagersänger Michael Kux im Paulaner das Kontrastprogramm zu den Rockklängen in der „Manufaktur“ bildete, zeigte auch die musikalische Vielfalt, die der Abend parat hielt. Auch in (und vor) kleineren Kneipen wie dem Süßen Winkel mit dem Duo ­JuRi oder im Tunnel 2.3 mit Cat Henschelmann in der Spaethe-Passage stapelten sich die Gäste. Als besondere Einlagen schickten Lucas Fischer und Sebastian Liesegang von „about Gera“ neben dem Fanfarenzug auch einen Spiderman und einen Weihnachtsmann auf Tour zu den Lokalen.

„Wir hatten super viel Spaß und hoffen, es wird wiederholt“, schrieb gestern ein Besucher der Kneipennacht auf unserer Facebookseite: „So wie gestern sollte es jeden Samstag in Gera aussehen.“ Seinen Besuchern aus München habe es ebenso gefallen, schreibt er. Auch aus Dresden und Jena mischten sich Gäste unter das Geraer Partyvolk. Tobias Meißner jedenfalls klang gestern bereits sehr sicher, als er die zweite Auflage von „Gera – Feiert frei“ für 2020 ankündigte.

Zum Beitrag die Meinung von Marcel Hilbert: Bitte wiederholen!

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