Warum in Russland alle eine Note 5 erhielten

Rostow  Zum Schüleraustausch stand ein buntes Programm für die Jugendlichen auf dem Plan

Kosakenehrung im traditionellen Gewand.

Kosakenehrung im traditionellen Gewand.

Foto: zgt

Zum zweiten Mal weilten Schüler mit ihren Russischlehrerinnen in Geras Partnerstadt Rostow am Don, in Russland. Seit 2014 verbindet das ­Osterlandgymnasium eine Partnerschaft mit der dortigen Schule, der Besuch war Fortsetzung der Begegnung unter dem Motto „Regionale Sitten und Bräuche“, welche bereits im vergangenen Jahr beim Besuch in Gera eingeleitet wurde. Das Programm des Austausches bot viele Höhepunkte, die es vor allem den deutschen Schülern ermöglichte, tief in das Leben und in die Kultur der Menschen einzutauchen.

Einen besonderen Stellenwert nahm dabei das Leben der Donkosaken dieser Region ein. Gerade bei den gemeinsamen Besuchen von Starozerkassk und Puchljakowskaja, ehemalige Kosakensiedlungen, konnten der historische Alltag aber auch die militärische Bedeutung der Kosaken und ihrer Familien nachvollzogen werden.

Die handwerkliche Meisterschaft, das Kämpfertum und auch die Hausarbeit wurden ­besonders in Puchljakowskaja praktisch nacherlebt. Da wurde mit Pfeil und Bogen und mit der Armbrust geschossen, mit Speeren geworfen, Wasser am Ziehbrunnen gefördert und mit dem Tragebalken über der Schulter transportiert, es wurde in der offenen Küche Rührei gebraten und anschließend mit Holzlöffel verzehrt. Weiterhin wurden mit der Peitsche Pflöcke vom Balken geschlagen, mit dem Säbel zuerst Schilfhalme halbiert, Mehl gemahlen und auf traditionelle Weise Wäsche geschlagen und gebügelt.

Die deutschen Schüler waren in den Unterricht integriert und übernahmen selbst Unterrichtsstunden. So unterrichteten die Mädchen des 11er Russischkurses die 5. Klasse. Die Körperteile wurden vermittelt und am Ende wurde der „Körperteil-Blues“ gesungen und getanzt. Für die tolle Arbeit während der Stunde wurden alle 5.Klässler mit einer 5, der besten Note in Russland, belohnt.