Zwölfjähriger Fußballfan erhält BVB-Orthesen im Waldkrankenhaus Eisenberg

Eisenberg  Orthesen mit Borussia-Logo sollen Max aus Roßbach in Sachsen-Anhalt dabei helfen, die Fehlbildung seiner Füße zu therapieren.

Laura Hädrich hilft Max bei der Anprobe seiner Orthesen. Foto: Ute Flamich

Laura Hädrich hilft Max bei der Anprobe seiner Orthesen. Foto: Ute Flamich

Foto: zgt

Seit mehr als vier Jahren kommt Max zur Be­handlung ins Waldkrankenhaus ­„Rudolf Elle“ in Eisenberg.

Der Zwölfjährige, der aus dem sachsen-anhaltinischen Roßbach in der Nähe von Merseburg stammt, hat Spitzfüße. „Er läuft praktisch ständig auf Zehen­spitzen und setzt beim Gehen die Fersen nicht auf den Boden auf“, erklärt Max‘ Vater Marko Kejr.

Zusätzlich zu Physiotherapie und Nachtorthesen hat der Gymnasiast gestern im Eisenberger Krankenhaus Orthesen aus Carbon für den Alltag er­halten. Diese Orthesen sind wie eine Art Stiefel und gehen bis zu den Knien. Vorn ist eine Feder, die den Vorfuß hochdrückt und den Fuß dadurch gerade macht.

Überraschung im Sanitätshaus

Habe sein Sohn bisher glück­licherweise weder Schmerzen noch Beeinträchtigungen durch die Fehlbildung seiner Füße, müsse Max die Orthesen nun ­regelmäßig tragen, um Folgeschäden zu verhindern. Um ihm diesen Umstand ein wenig zu erleichtern und um Max zu motivieren, die Orthesen freiwillig anzulegen, hat sich sein Vater ­etwas Besonderes überlegt – und Max gestern damit überrascht. Der junge Borussia Dortmund-Fan hat Orthesen mit dem Logo des BVB erhalten. Dafür hat Marko Kejr sich an den Fußballverein gewandt und sich die Genehmigung für die Verwendung des Logos eingeholt. Die Überraschung ist gelungen und die Freude bei Max war groß. Der Junge strahlte über beide Ohren.

Das Logo mit Gummibeschichtung ist beim Gießen der Orthesen im Wadenbereich mit „eingearbeitet“ worden. Orthesen werden im Sanitätshaus des Waldkrankenhauses individuell angefertigt. „Üblicherweise verwenden wir Stoffe, am besten T-Shirt-Stoffe, für die verschiedenen Dekors der Orthosen“, sagt Uwe Münzdorf, der Orthopädietechnik-Mechaniker und Bandagist ist. Er und die Auszubildende im zweiten Lehrjahr, Laura Hädrich, haben Max die Orthesen gestern angepasst.

Trotz seiner Spitzfüße liebt Max den Sport. Hat er einst Karate und japanischen Schwertkampf gemacht, spielt Max seit einigen Jahren Fußball in der C-Jugend beim VfB IMO Merseburg. Als Torwart gibt er dort sein Bestes. Außerdem ist der Siebtklässler musikalisch und lernt an der Musikschule das Keyboardspielen. Eines steht für ihn jetzt schon fest: Er möchte Polizist werden. „Weil ich gern Sport mache“, begründet Max.

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