Auf Dauer eine Armutsfalle: Peter Cissek über das Pro und Kontra von Mini-Jobs

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Mini-Jobs sind ein Geschenk für Arbeitgeber: Dank dieses Arbeitsmarktinstrumentes können sie stets auf ein flexibles Heer von Arbeitnehmern zurückgreifen. So ist es kein Wunder, dass Arbeitgeber einiger Branchen dafür kämpfen, dass die Mini-Jobs weiterhin existieren. Begründet wird dies meist mit „Auftragsspitzen“. Und ­ohne den Brutto-gleich-Netto-Anreiz hätten es viele Betriebe schwer, überhaupt Arbeits­kräfte zu finden.

Doch oftmals gibt es Tätigkeiten in Supermärkten und Discountern wie Regale auffüllen, die ganz regulär auf mehrere Mini-Jobs aufgeteilt wurden. Solange es Menschen gibt, die temporär mehr Zeit für die Familie haben wollen und solch eine Arbeit annehmen, geht es auch in Ordnung. Doch dauerhaft ­gehen diese Arbeitnehmer die Gefahr ein, eines Tages in die Armutsfalle zu tappen.

Nun suchen größere Betriebe im Raum Schleiz wie STS Systemtechnik, Magna Mirrors, HBS Elektrobau Oettersdorf oder Gealan Fenster-Systeme Tanna zusammen mehrere Hundert neue Volltagsmitarbeiter. Und das quasi bei Vollbeschäftigung im Oberland. So kann man es mit Spannung ­beobachten, welche Auswirkungen die Arbeitskräftenachfrage auf die Mini-Job-Arbeitgeber ­haben werden.

Burgk hat anteilig die meisten Mini-Jobber im Saale-Orla-Kreis