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Ingolf Gläser über das Verhalten von manchen Leuten

TA-Redakteur Ingolf Gläser 2011

TA-Redakteur Ingolf Gläser 2011

Foto: Wilhelm Slodczyk

Die Gefahr ist unsichtbar. Das bleibt sie auch. Unsichtbar. Und eine Gefahr. Das Leben hat sich durch die Corona-Krise binnen Tagen, ja Stunden, enorm verändert. Wir alle sind betroffen. Der eine mehr, der andere weniger. Doch es gibt noch immer nicht wenige Leute, die uneinsichtig sind, die den Ernst der Lage, schauen wir nach Italien, noch immer nicht begriffen haben. Oder nicht begreifen wollen. Da braucht man nur in die Lebensmittelmärkte zu schauen. Da werden die Verkäuferinnen und Verkäufer voll gemotzt, weil sie die Kunden auf bestimmte Regeln hinweisen: nicht in mehreren Familiengruppen den Laden zu betreten, den Sicherheitsabstand einzuhalten, nicht in die Regale mit der Ware zu niesen, sich einen Korb beim Betreten des Geschäftes zu nehmen und zu akzeptieren, dass nur eine bestimmte Zahl an Leuten im Markt sein darf. Es sind Regeln zur Sicherheit der Kunden und Mitarbeiter. Es sind Regeln, die die Verkäuferin und der Verkäufer nicht gemacht haben. Sondern der Bund, das Land, der Kreis. Die Mitarbeiter im Einzelhandel gehören mit zu denen, die ganz vorn sind an der Menschen-Front. Statt sie voll zu motzen, sollte man ihnen lieber mal ein Dank sagen, dass sie den Job machen. An der Kasse stehen, mehrere Tage ohne Schutz, weil die großen Firmen – aus welchen Gründen auch immer – Zeit brauchen, um Plexiglasscheiben anzubringen. Manche Mitarbeiter oder Markt-Filialen halfen sich selbst.

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