Fehlende Bekenntnisse beim FC Bayern

Thomas Rudolph über die ungewisse Zukunft von Trainer Niko Kovac.

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Bleibt oder geht er?

Seit Wochen wird mal mehr, mal weniger die Zukunft von Niko Kovac als Trainer des FC Bayern infrage gestellt. Eben jenen Coach, der just die Meisterschaft gewann und gute Chancen besitzt, auch das Double an die Säbener Straße zu holen, wenn am Samstag ein Finalsieg im DFB-Pokal gegen RB Leipzig herausspringt.

Gelänge dies, hätte der 47-Jährige in seiner Debütsaison nicht minder erfolgreich gearbeitet als ein von allen Verantwortlichen in beinahe himmlische Sphären gehobener Pep Guardiola. Das spricht für Kovac und seine Arbeit.

Dass seine Zukunft trotzdem derart offen diskutiert wird, hat die Führungsebene um Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge zu verantworten. Anstatt dem Trainer demonstrativ den Rücken zu stärken, eiert das Duo rum und spricht nicht einmal mit einer Stimme. Während Hoeneß wohl eher zu Kovac hält, aber dennoch zögert, lässt Rummenigge keinen Zweifel daran, dass er den Stuhl gerne neu besetzen würde.

Nun muss man kein Bewunderer von Kovac‘ Arbeit sein. Doch dass der Kroate mitten in der Saison Probleme hatte und in der Champions League an Liverpool scheiterte, lag auch an der falsch eingeschätzten Personalsituation der Führungsebene. Wider besseren Wissens hielt diese an einem zu Teilen überalterten Kader fest, anstatt diesen zu verjüngen. Kovac machte das Beste daraus und holte, was man in München erwartet: Titel.

Ihn jetzt nicht zu stützen, wirkt unprofessionell und ist eines Spitzenclubs unwürdig.

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