Kommentar: Langeweile droht erneut

Thomas Rudolph über Bayerns Dominaz in der Bundesliga

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Ansgar Brinkmann ist immer für einen Spruch gut. „Kinder, die in diesem Sommer eingeschult werden, kennen nur den FC Bayern München als Meister. Da ist die Kindheit schon am Arsch“, sagte der Kultkicker vor einigen Tagen und hatte damit die Lacher auf seiner Seite.

Nun, auch wenn die Wortwahl gerade gegen Ende eher derb ist, so entspringt der Aussage aber viel Wahrheit – leider. Zwar ist nicht gleich jede Kindheit als negativ zu bewerten, wenn es einen Dauermeister in der Fußball-Bundesliga gibt. Langweilig ist die Beletage im Meisterschaftsrennen aber geworden – das sehen ja sogar Anhänger der Münchener so. Sechsmal in Folge holte der FC Bayern die Schale, und so wie sich der Rekordmeister im Supercup beim 5:0 gegen Eintracht Frankfurt präsentierte, dürfte es kaum Zweifler geben, dass Nummer sieben in dieser Saison folgen wird.

Denn selbst wenn das Star-Ensemble von der Isar mal schwächeln sollte – wer könnte ihnen denn gefährlich werden? Borussia Dortmund? Als Vierter der abgelaufenen Saison muss der BVB erst einmal schauen, zumindest wieder die zweite Kraft in Deutschland zu werden. Schalke? Oft hoch gehandelt, dann aber zu unkonstant. Hoffenheim? Auch eher eine launische Diva und noch nicht gewohnt, in der Champions League zu spielen. Die wird Körner kosten, welche dann in der Liga fehlen.

Viel spricht nicht für eine Überraschung. Das kann man traurig oder lustig finden – gut tut es der Außendarstellung der Bundesliga nicht.

Bayern nach dem Supercup-Sieg: „Wollten Zeichen setzen“

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