Leitartikel: Biathlon-Weltcup mit vielfältigem Nutzen

Gerald Müller zum Für und Wider des Biathlon-Weltcups in Oberhof.

Gerald Müller

Gerald Müller

Foto: Andreas Wetzel

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Es grünt. Und so werden die Diskussionen nicht aufhören – weil der Klimawandel auch gerade erst spürbar begonnen hat.

Insofern müssen sich Oberhof und das Umland darauf einstellen, dass der dortige Biathlon-Weltcup immer wieder aufs Neue in Frage gestellt wird. Aber damit steht der Thüringer Vorzeigeort nicht allein. In fast allen europäischen Mittelgebirgen ist tiefgreifende Kunst vonnöten, um die Natur zu überlisten und zumindest ein weißes Wettkampf-Band zu schaffen.

Oberhof ist mit der Weltmeisterschaft 2023 in den kommenden Jahren jedoch unstrittig im internationalen Kalender vertreten – wobei die Austragung zugleich riesige Chancen für Erneuerung und Investitionen bietet. Davon profitieren nicht nur die Stars, die mal vier Tage am Rennsteig wetteifern, sondern auch die vielen Nachwuchsathleten. Und die Vereine und der Tourismus und die Sportfans.

Der Biathlon-Weltcup ist die größte Sportveranstaltung Thüringens, die gerade in der Region nachhaltig wirkt. So ist gut zu verstehen, dass sich die Gemeinde und die Organisatoren vehement gegen den Niedergang als Wintersportort wehren. Das tun sie oft ehrenamtlich und mit voller Begeisterung. Das neue Miteinander wirkt dabei über die Stadtgrenzen hinaus freundlicher als früher, nachdem Oberhof lange auch ein Synonym für Neid war.

Doch die Verantwortlichen müssen nicht nur Politiker und Funktionäre vom Festhalten an winterlichen Großereignissen in frühlingshaften Gefilden überzeugen, sondern auch Menschen, die fern von Oberhof wohnen und über manche Geldzuwendung den Kopf schütteln. Insofern ist es richtig, dass schon bald auch die Anbindung des Thüringer Waldes – sei es im Nahverkehr oder mit der Eisenbahn – verbessert werden soll.

Und wenn der Schnee für Oberhof künftig nicht mehr aus Gelsenkirchen kommen muss, sondern dank neuer Depots zu Hause lagert, könnten auch die Diskussionen weniger werden – trotz grüner Landschaft im Winter, die es wohl mehr denn je gibt.

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