FDP wirbt im Finale um Zweitstimmen

Erfurt. Die Thüringer FDP setzt für die Schlussphase des Wahlkampfes auf eine massive Zweitstimmen-Kampagne und ist offenbar besorgt, dass sich angesichts der schlechten Umfragewerte auch bisherige Anhänger abwenden könnten. Bei der letzten großen Wahlkampf-Kundgebung am Donnerstag am Erfurter Fischmarkt präsentierte Landeschef Uwe Barth Aufkleber auf den bisherigen Plakaten: "Landesstimme FDP - und wir bleiben!", verheißen die signalroten Überkleber. Bislang hatten die Liberalen ihre Kampagne unter das Motto "Wir sind dann mal weg" gestellt, verbunden mit den Dingen, für die aus ihrer Sicht einzig die FDP stehe: Schulnoten, genügend Landärzte, Mittelstand. In ihren Ansprachen warnten Barth und weitere Fraktionsmitglieder vor der Sorge, Wählerstimmen für die Liberalen seien quasi verloren: "Jede Stimme für die FDP ist eine für den Mittelstand, für Leistungsgerechtigkeit in der Schule und für eine zukunftsgerechte medizinische Versorgung", so Barth. Und auch gegen einen möglichen Linken-Regierungschef Bodo Ramelow. Barth kritisierte, dass ausgerechnet die Bündnisgrünen in Thüringen, einst Mitgestalter der Wende, einen "kommunistischen Ministerpräsidenten" ins Amt verhelfen könnten: "Da sage ich nur: Pfui Teufel, werte Grüne."