In Eisenberg sollen bis zu 80 Plätze für Asylbewerber entstehen

Suhl/Eisenberg/Weimar.  Die Anfang 2016 leergezogene Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Eisenberg wird derzeit baulich ertüchtigt: Dort sollen bis zu 80 Plätze für Asylbewerber entstehen.

Ein Wohnheim der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Suhl. Wegen des Lockdowns war die Einrichtung in den vergangenen Monaten mit bis zu 620 Geflüchteten belegt. Jetzt wird die Anfang 2016 leergezogene Erstaufnahme in Eisenberg baulich ertüchtigt.

Ein Wohnheim der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Suhl. Wegen des Lockdowns war die Einrichtung in den vergangenen Monaten mit bis zu 620 Geflüchteten belegt. Jetzt wird die Anfang 2016 leergezogene Erstaufnahme in Eisenberg baulich ertüchtigt.

Foto: Sebastian Kahnert/dpa / dpa

Das Thüringer Landesverwaltungsamt, das maßgeblich mitverantwortlich für die Unterbringung von Flüchtlingen in Thüringen ist, lässt derzeit zusammen mit dem Landesamt für Bau und Verkehr die frühere Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenberg auf Vordermann bringen.

Bis November sollen dort bis zu 80 Plätze für Asylbewerber entstehen, die beispielsweise dann genutzt werden können, wenn die Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl unter Quarantäne steht, aber gleichzeitig neue Migranten in Thüringen ankommen.

Aktuell leben hier 17 Geflüchtete

Doch auch jetzt wird die Eisenberger Erstaufnahme, die Thüringens älteste ist und nach dem Abebben des Flüchtlingsstroms Anfang 2016 leergezogen wurde, schon wieder genutzt: Derzeit leben dort nach Angaben des Landesverwaltungsamtes 17 Geflüchtete.

Grundsätzlich halte Thüringen an dem bewährten Konzept fest, Asylbewerber nicht länger als drei bis vier Wochen in den Erstaufnahmeeinrichtungen unterzubringen und dann auf die Kommunen zu verteilen, sagt Behördenleiter Frank Roßner. Weil die Verteilung während des Lockdowns nicht möglich war, zeitweise zudem die Suhler Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge nicht mehr vor Ort arbeitete, war das Heim in Suhl zuletzt mit bis zu 620 Geflüchteten belegt. Derzeit sind es noch 550.

Gemeinschaftsunterkünfte wegen Corona mit weniger Plätzen

Aber auch jetzt gebe es Probleme beim Umzug in die Landkreise und kreisfreien Städte - unter anderem weil kommunale Gemeinschaftsunterkünfte wie etwa in Apolda, Schleiz oder im Landkreis Sonneberg Hygienekonzepte umsetzen und deshalb ihre Kapazitäten herunterfahren mussten. Darüber will Roßner diese Woche in einer Schaltkonferenz mit Landräten und Oberbürgermeistern sprechen. Suhls Oberbürgermeister André Knapp (CDU) hatte gefordert, maximal 350 Menschen gleichzeitig in der Suhler Erstaufnahme aufzunehmen und eine zweite Einrichtung in Thüringen zu schaffen.

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