Eklat in Thüringer SPD-Fraktion: Fraktionsvize und Parlamentarische Geschäftsführerin treten zurück

Erfurt  Die Vizevorsitzenden Birgit Pelke und Frank Warnecke haben angekündigt ihre Ämter mit sofortiger Wirkung niederzulegen. Denselben Schritt ging auch die Parlamentarische Geschäftsführerin Dagmar Becker.

Nach derzeitigen Umfragen kann die SPD nur noch mit etwa zehn Mandaten nach der Landtagswahl am 27. Oktober rechnen. Symbolfoto: Bodo Schackow/ dpa

Nach derzeitigen Umfragen kann die SPD nur noch mit etwa zehn Mandaten nach der Landtagswahl am 27. Oktober rechnen. Symbolfoto: Bodo Schackow/ dpa

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Eklat in der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag: Die gesamte Stellvertreter-Riege ist am Dienstag zurückgetreten. Die Vizevorsitzenden Birgit Pelke und Frank Warnecke kündigten nach übereinstimmenden Informationen der „Thüringer Allgemeinen“an, ihre Ämter mit sofortiger Wirkung niederzulegen. Denselben Schritt ging auch die Parlamentarische Geschäftsführerin Dagmar Becker.

Diese Entscheidung teilten die drei dem Fraktionsvorsitzenden Matthias Hey in einem Schreiben mit, der damit seinen gesamten Vorstand verloren hat. Eine Sprecherin der Fraktion wollte sich auf Anfrage nicht zu dem äußern und verwies auf die reguläre Sitzung der Abgeordneten am Mittwoch. Becker bestätigte den Vorgang. „Es geht um den schlechten Umgang mit uns und das entzogene Vertrauen“, sagte sie.

Die drei Fraktionsmitglieder ziehen damit die Konsequenz aus ihrem schlechten Abschneiden auf dem Listenparteitag der SPD am vergangenen Samstag. Dort war Warnecke auf Platz 11 mit einer Kampfkandidatur gescheitert und landete am Ende auf Platz 17. Becker wurde von Platz 14, für den sie das Landesvorstand nominiert hatte, auf Platz 24 geschoben. Pelke wurde auf Platz 20 gewählt.

Nach derzeitigen Umfragen kann die SPD nur noch mit etwa zehn Mandaten nach der Landtagswahl am 27. Oktober rechnen. Damit würden die drei Abgeordneten ihre Sitze verlieren. Die Fraktion muss nun zumindest einen neuen Parlamentarischen Geschäftsführer nachwählen.

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