Harmonischer Start der Legislatur in Heiligenstadt

Heiligenstadt  Nur 44 Minuten dauert konstituierende Sitzung des neuen Heiligenstädter Stadtrates. Wahlen gehen fix über die Bühne.

Bürgermeister Thomas Spielmann verpflichtete in der nur 44 Minuten dauernden konstituierenden Stadtratssitzung die Abgeordneten und begrüßte jeden einzelnen Mandatsträger mit Handschlag auf gute Zusammenarbeit.

Bürgermeister Thomas Spielmann verpflichtete in der nur 44 Minuten dauernden konstituierenden Stadtratssitzung die Abgeordneten und begrüßte jeden einzelnen Mandatsträger mit Handschlag auf gute Zusammenarbeit.

Foto: Silvana Tismer

Die Bänke stehen jetzt im Heiligenstädter Plenarsaal etwas anders als gewohnt. Statt der geraden Reihen gibt es einen leichten Halbkreis. Die Ortsteilbürgermeister haben einen neuen Platz, auch die Geschäftsführer der städtischen Holding. Geblieben aber ist, dass die CDU als größte Fraktion den Fensterplatz hat.

Es gibt auch neue Fraktionen für die begonnene Legislatur. Die Grünen und die FDP bilden nun eine Fraktion, auch gibt es nun rot-rot, bestehend aus SPD und Linke. Die Grünen haben durch die Wahl einen Sitz hinzugewonnen – mit Claudius Hille sitzt nun Katharina Pätzold im Parlament –, die SPD einen verloren. Franz-Josef Strathausen (SPD) hatte, obwohl er vor eineinhalb Jahren das Stadtratsmandat niederlegte, erneut kandidiert. Er arbeitet nun in einer Fraktion mit Stefanie Schramm und Petra Welitschkin, die den Fraktionsvorsitz hat. Bei FDP/Grüne ist es Claudius Hille.

Bei der CDU ist Peter Gabel Fraktionsvorsitzender geblieben, auch bei der BI Menschen für Heiligenstadt hat Christian Simon diesen Posten behalten. Neu im Stadtrat ist die AfD mit zwei Abgeordneten, mit Pascal Reinhardt und Carsten Tischendorf. Alle 24 gewählten Stadtratskandidaten haben ihr Mandat angenommen. „Die Wähler haben ein buntes Ergebnis herbeigeführt“, so Bürgermeister Thomas Spielmann (BI). „Das bringt eine gewisse Pluralität.“ Ideologische Debatten würden dem Stadtrat bei seinen Aufgaben aber nicht helfen, mahnte Spielmann. Statt ständig Risikobetrachtung zu betreiben, sollte man besser Chancen nutzen, bat er die neuen Stadträte.

Ihm oblag die vornehme Aufgabe, das neue Parlament zu begrüßen und die Abgeordneten zu vereidigen. Jeden einzelnen begrüßte er in der konstituierenden Sitzung mit Handschlag. „Auf eine gute Zusammenarbeit“, so der Bürgermeister. Genauso vereidigte er die fünf neuen Ortsteilbürgermeister. Erst Pfingstsonntag gab es eine Stichwahl in Flinsberg, aus der Mario Thraen als Sieger hervorging. Auch er nahm das Amt an.

Dann ging es daran, den Ratsvorsitzenden zu wählen. Es gab aus den Reihen der Parlamentarier nur einen Vorschlag: Heinz-Peter Kaes (CDU). Er hatte das Parlament bereits in der vergangenen Legislatur geleitet. Dementsprechend gab es auch keinen Gegenvorschlag, Kaes wurde mit 100 Prozent gewählt. „Ich danke für Ihr Vertrauen. Ich wünsche mir ein gutes Miteinander über Fraktionsgrenzen hinweg zum Wohl der Bürger“, sagte Kaes. Er erhob sich von dem für ihn ungewohnten Platz in den Bänken und nahm mit einem Lächeln seinen vertrauten Stuhl neben dem Bürgermeister ein – und übernahm unter Applaus gleich die Sitzungsleitung. Zu seinem Stellvertreter wählten die Abgeordneten in geheimer Wahl ebenso deutlich Thomas Stützer (CDU). „Da stehe ich wenigstens nicht allein als Streber da“, kommentierte Kaes mit trockenem Humor unter Heiterkeit im Saal.

Zum zweiten ehrenamtlichen Bürgermeister wählten die Mandatsträger Thadäus König (CDU), zum dritten ehrenamtlichen Beigeordneten Volker Lamprecht (BI). Wieder mit voller Punktzahl bei zwei beziehungsweise drei ungültigen Stimmen und ohne Gegenkandidaten. Thomas Stützer wurde zusätzlich in den Stiftungsvorstand des Kinder- und Jugendheimes St. Josef entsandt, Christiane Krieghof (BI) arbeitet auf Wunsch der Stadträte im Stiftungsvorstand der Bürgermeister-Wolters-Stiftung. Thadäus König schließlich wurde zum Stellvertreter des Bürgermeisters in der Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Obereichsfeld bestimmt.

Birgit Tröße und Sabine Jünemann sind aus dem Stadtrat ausgeschieden, waren aber als Gäste zur Sitzung gekommen. Diese Gelegenheit nutzte Spielmann, ihnen zu danken und ein kleines Geschenk zu überreichen. Sein Dank ging darüber hinaus an alle ausgeschiedenen Stadträte für die bisherige Arbeit. Und da teils innerhalb der Fraktionen noch Gespräche in Sachen Ausschussbesetzung laufen, gab es diesen Tagesordnungspunkt am Donnerstagabend noch nicht. „Das holen wir nach“, so Spielmann. Das werde im nächsten Stadtrat passieren – am 25. Juni.

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