Winterbilder mit Abstand-Kommentar: Hirte nennt seinen Post in sozialen Netzwerken „verunglückt“

Bad Salzungen  „Auch mehr als 15 km entfernt vom Heimatort kann man im Schnee sehr gut Abstand halten...“ hatte Christian Hirte am Wochenende mit Winterbilder im Internet gepostet. Die Intention, seine Aussage sei dabei falsch verstanden worden.

CDU-Landesvorsitzender Christian Hirte erntete am Wochenende nach einem Post bei Twitter und Facebook von einem Familienausflug zum Baier in der Rhön massive Kritik, darunter von Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke). Unser Foto zeigt Christian Hirte bei einer Demonstration der Reisebranche in Erfurt im Mai 2020.

CDU-Landesvorsitzender Christian Hirte erntete am Wochenende nach einem Post bei Twitter und Facebook von einem Familienausflug zum Baier in der Rhön massive Kritik, darunter von Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke). Unser Foto zeigt Christian Hirte bei einer Demonstration der Reisebranche in Erfurt im Mai 2020.

Foto: Sascha Fromm

CDU-Landesvorsitzender Christian Hirte erntete am Wochenende nach einem Post bei Twitter und Facebook von einem Familienausflug zum Baier in der Rhön massive Kritik, darunter von Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke). Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

„Auch mehr als 15 km entfernt vom Heimatort kann man im Schnee sehr gut Abstand halten...“, hatte Hirte die Fotos aus dem Schnee kommentiert. Viele Menschen warfen dem Bundestagsabgeordneten vor, den empfohlenen 15km-Radius überschritten zu haben und somit ein schlechtes Vorbild zu sein.


Hirte selbst nannte den Post am Mittwoch „verunglückt“, weil er seine Intention, seine Aussage nicht deutlich machte. „Der Baier liegt zudem definitiv innerhalb der 15 Kilometer von meinem Wohnhaus“, sagte Christian Hirte.


Ob drin oder draußen, sei für den CDU-Landesvorsitzenden aber gar nicht der Kern der Sache. Vielmehr gehe es darum, genügend Abstand zu halten. Das sei entscheidend. Die Landes-CDU hatte sich im Vorfeld der Ramelow-Empfehlung gegen das 15km-Maß ausgesprochen und den Vorstoß des Ministerpräsidenten nicht unterstützt. „Es ist Unsinn auf die Formalität der 15 km zu achten“, sagt Hirte. Der nötige Abstand, die Vermeidung von Menschenansammlungen sei vielmehr das Maß der Dinge. Genau das habe auch der CDU-Generalsekretär Herrgott kommuniziert.


Sein Post sollte nicht aussagen, ob er innerhalb oder außerhalb der 15km sei, sondern das Abstands-Gebot unterstreichen. Leider sei diese Intention nicht rübergekommen.


Ministerpräsident Bodo Ramelow kommentierte den Hirte-Post gleich dreifach scharf, unter anderem derart: „So lässt sich die Akzeptanz für die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auch untergraben. Danke für nichts heute an @ChristianHirte, den Vorsitzenden der @cdu_thueringen.“ Hirte hält Ramelow von ihm gepostete Winterbilder entgegen, die weit aus dem 15km-Umfeld entfernt entstanden.