Im Finanzministerium wird kaum daheim gearbeitet

Erfurt.  Arbeiten daheim wegen Corona? Im Thüringer Finanzministerium sieht man derzeit noch keine Veranlassung, Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken.

Ein Test auf das Corona-Virus ist bei einem Mitarbeiter des Thüringer Finanzministeriums positiv ausgefallen (Symbolbild).

Ein Test auf das Corona-Virus ist bei einem Mitarbeiter des Thüringer Finanzministeriums positiv ausgefallen (Symbolbild).

Foto: Foto: Stefan Eberhardt

Im Thüringer Finanzministerium (TFM) wird trotz Corona-Krise im Büro gearbeitet. „Bei konsequenter Betrachtung des Infektionsgeschehens wurde derzeit die Stufe Gelb für das TFM ausgesprochen“, sagte ein Sprecher von Ministerin Heike Taubert (SPD) auf Anfrage. Es gibt einen erhöhten Infektionsschutz im Haus. Alle aktuellen Infos im kostenfreien Corona-Liveblog.

Am Montag war im Ministerium bekannt geworden, dass ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Sechs Kontaktpersonen wurden ermittelt. In einer internen Informationsmail an die Mitarbeiter wird auf „die Schutzmaßnahmen und die Einhaltung der gebotenen sozialen Distanz“ hingewiesen.

Nur 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Möglichkeit der Telearbeit

Während bundes- und landesweit allerdings immer wieder über das Recht auf Heimarbeit debattiert wird – unter anderem hatte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ein solches gefordert – können im Finanzministerium bisher nur 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit der sogenannten Telearbeit nutzen, bestätigte ein Sprecher auf Anfrage. Wie die Zahl im Verhältnis zur Anzahl der Mitarbeitenden im Ministerium sei, das beantwortete er nicht. Im Haushaltsplan des Ministeriums werden 278 Stellen ausgewiesen. Grundsätzlich sei jeder Dienstposten für Telearbeit geeignet.

In der ersten Coronawelle wurde das im Finanzministerium flexibel gehandhabt. Zahlreiche Mitarbeiter hatten die Möglichkeit, vom zu Hause aus zu arbeiten. Es gab ein sogenanntes Wechselmodell, mit dem sichergestellt wurde, dass immer ein Mitarbeiter aus einem bestimmten Bereich im Ministerium präsent ist. Das wieder einzuführen, dafür gibt es nach Ansicht der Hausspitze derzeit offenbar noch keine Veranlassung. „Die Einstufung des Infektionsgeschehens ist stets als Abwägung zwischen Aufgabenerledigung und Infektionsschutz zu sehen“, teilt der Ministeriumssprecher dazu mit. Dies könne der Steuerzahler von Bediensteten eines Ministeriums erwarten.

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