Mobile Familienberatung hat sich im Südharz bewährt

Bleicherode.  Der Nordhäuser Kreisjugendhilfeausschuss stimmt der Fortschreibung der Ehe- und Familienberatung für 2020 zu. 38 Familien wurden 2019 betreut.

Der Kreisjugendhilfeausschuss tagte am 14. Januar im neuen Kindergarten "Gartenkinder" in Bleicherode.

Der Kreisjugendhilfeausschuss tagte am 14. Januar im neuen Kindergarten "Gartenkinder" in Bleicherode.

Foto: Hans-Peter Blum

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Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Nordhausen machte am Dienstag im Kindergarten „Gartenkinder“ in Bleicherode Station. Nachdem Kita-Leiterin Alexandra Ahrens die im März 2018 eröffnete Einrichtung den Mitgliedern vorgestellt hatte, ging es zum politischen Tagesgeschäft über.

Ina Schmücking vom Fachbereich Jugend im Landratsamt stellte die Fortschreibung der Jugendhilfeplanung im Bereich der Familienförderung für 2020 vor. Die Ehe- und Familienplanung sowie Familienbildung werden über ein Thüringer Landesprogramm gefördert. „Zum 1. April 2019 haben wir mit der mobilen Familienberatung im Landkreis begonnen“, berichtete Schmücking. Dazu wurde der Stellenplan um 1,5 Stellen erweitert. „Mit unserem neuen Angebot haben wir 38 Familien im Landkreis außerhalb der Kreisstadt erreicht“, informierte sie. Zwölf der Familien kommen aus Heringen, jeweils acht aus Bleicherode und Sollstedt und jeweils fünf aus Ellrich und Ilfeld. „Das ist ein tolles Ergebnis“, schätzt Schmücking ein.

Kontakt zu Familien in kleineren Orten herstellen

Dieses Angebot soll im neuen Jahr um 1,5 Stellen erweitert werden. Dann würden 4,5 Stellen zur Verfügung stehen und ein landesweiter Richtwert erreicht. „Mit der Erweiterung wollen wir den Kontakt zu Familien in den kleineren Orten des Landkreises herstellen“, nannte Schmücking als Ziel. Der Ausschuss votierte einstimmig für die Fortschreibung.

Zum wiederholten Mal stand die Haushaltssatzung 2020 des Landkreises auf der Tagesordnung. Kämmerer Torsten Kaun stellte den mittlerweile dritten Entwurf dem Ausschuss vor. „Statt der erst geplanten Anhebung um zwei Prozentpunkte wird die Kreisumlage nun nur um einen Punkt angehoben und beträgt 38,31“, erläuterte Kaun. Das hätte eine Mindereinnahme von 800.000 Euro für den Landkreis zur Folge und soll durch Mittel aus dem Vermögenshaushalt ausgeglichen werden. Durch die Absenkung der Schulumlage um zwei Prozent würden die Gemeinden einen um einen Punkt niedrigeren Satz zahlen. Ausnahme ist Nordhausen, weil die Stadt selber Schulträger ist. Die Gelder für die Jugendhilfe und Schulen steigen um etwa 500.000 Euro an durch die Zuweisungen des Landes für die Schulsozialarbeit im Landkreis. Der Ausschuss gab mit sechs Ja-Stimmen eine Empfehlung für den neuen Haushaltsentwurf ab, allerdings bei einer Gegenstimme (Tilly Pape von der CDU) und drei Enthaltungen.

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