Mühlhäuser Stadtrat gibt Okay für Bratwurstmuseum an Gedenkort

Mühlhausen  Der umstrittene Neubau des Bratwurstmuseums auf dem Außengelände des ehemaligen KZ Buchenwald am Stadtwald von Mühlhausen kann umgesetzt werden. Der Stadtrat gab am Donnerstagabend dazu sein Okay.

Das ehemalige Außengelände des KZ Buchenwald, B-Lager genannt, soll der Ort für das neue Bratwurstmuseum werden.

Das ehemalige Außengelände des KZ Buchenwald, B-Lager genannt, soll der Ort für das neue Bratwurstmuseum werden.

Foto: Alexander Volkmann

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Bereits am Mittwoch wurden die nötigen Verträge in Holzhausen, dem bisherigen Standort des Bratwurstmuseums, unterschrieben.

Mühlhausens Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD) hatte am Donnerstag zugesagt, die Pläne des Investors für das neue Museum über des Thüringer liebste Wurst zu unterstützen. Gleichzeitig habe er das Gespräch mit der Jüdischen Gemeinde in Thüringen gesucht.

Man wolle als Stadt Mühlhausen auf dem neuen Museumsgelände auch einen Ort der Erinnerung für die Opfer des Nationalsozialismus schaffen. Die Bewohner der Thomas-Münzer-Stadt verbinden den Ort am Stadtwald eher als Standort der ehemaligen Armee in der DDR (NVA) als ein Außengelände des KZ Buchenwald, so Johannes Bruns.

50.000 Gäste brachte das Bratwurstmuseum in der Vergangenheit jedes Jahr nach Holzhausen bei Arnstadt. Eine Zahl, die wachsen dürfte angesichts des Vorhabens, das Museum dann in Mühlhausen elf Monate lang geöffnet zu haben statt wie bisher sechs Monaten Öffnungszeit.

In Holzhausen sei man an Grenzen gestoßen. Pro Jahr kamen 50.000 Besucher und 400 Reisebusse. Zudem fehlte es an Barrierefreiheiten.

In Zukunft, so die Vereinsmitglieder, wolle man mehr für Kinder anbieten. Dieses Jahr wolle man noch mal alles für die Bratwurst in Holzhausen geben. Am Ende der Saison soll dann der Umzug der Gebäude und Einrichtungen nach Mühlhausen beginnen.

Der Verein Freunde der Thüringer Bratwurst bleibt im Amt Wachsenburg und behält die Trägerschaft für das Museums.

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