Schnelltests für Tausende Kinder und Lehrer in Hildburghausen

Erfurt.  Im Corona-Hotspot Hildburghausen haben die Massentests begonnen. Das soll im Kreis die Wiederöffnung der Kindergärten und Schulen ermöglichen.

Der Eingang zum Kindergarten Werraspatzen. Hier begann der Corona-Schnelltests bei Schülern, Lehrern und Kita-Kindern.

Der Eingang zum Kindergarten Werraspatzen. Hier begann der Corona-Schnelltests bei Schülern, Lehrern und Kita-Kindern.

Foto: Bodo Schackow / dpa

Im verschneiten Corona-Hotspot Hildburghausen haben am Dienstag die Schnelltests für Tausende Kinder und Lehrer begonnen. Damit soll die Infektionshäufigkeit und die mögliche Dunkelziffer unter Kindergarten- und Schulkindern kontrolliert werden. Für den viertägigen, bundesweit einmaligen Massentest wurden rund 11.000 Antigen-Tests sowie die Unterstützung durch das DRK, das Technische Hilfswerk und die Bundeswehr organisiert. Alle aktuellen Infos im kostenfreien Corona-Liveblog .

Laut Gesundheitsministerium gibt es im Kreis 6300 Schüler und 2700 Kindergartenkinder. Hinzu kämen ihre Erzieher. Bislang wollen sich allerdings nur etwa 4000 bis 5000 Menschen testen lassen. Während in Hildburghausen etwa ein Drittel der Eltern mitmachen, sei die Nachfrage in Eisfeld, Schleusingen und Heldburg auch wegen der Skepsis der jeweiligen Stadtverantwortlichen gering.

Etwa 15 Minuten, bis das Testergebnis vorliegt

Mit Sieben-Tages-Inzidenzen über 600 pro 100.000 Einwohner war der Kreis Hildburghausen tagelang die Hotspot-Region Nr. 1. in Deutschland. Gestern lag der Wert bei 519. Wegen der hohen Infektionszahlen waren am 25. November alle Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen worden. Für die am Dienstag negativ Getesteten sollen sie bereits am heutigen Mittwoch wieder öffnen, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner. Für Positiv getestete stünden zur weiteren Abklärung ein PCR-Test sowie die häusliche Quarantäne an. Heute will sich die Ministerin vor Ort selbst ein Bild von der Lage machen.

Etwa 20 Teams führen die Tests vor Ort durch. Gestartet wurde am Dienstagmorgen im Kindergarten „Werraspatzen“ im Stadtgebiet von Hildburghausen. Bis zum Mittag sei die Nachfrage zurückhaltend geblieben, berichteten Beobachter. Von zunächst 40 Getesteten war nur ein Kind positiv. Heute sollen Hildburghäuser Schüler getestet werden. Etwa 15 Minuten dauert es, bis das Testergebnis vorliegt. Laut Verordnung vom Dienstag können Kindergärten und Schulen, an denen es Schnelltests gab, Kinder und Jugendliche mit negativem Ergebnis jeweils am Folgetag wieder betreuen. Ab 14. Dezember sollen alle Schulen wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen.

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