Schulschließungen: Thüringer Ministerium muss falsche Corona-Nachricht einfangen

Erfurt.  Schulschließungen in Thüringen am Montag oder Dienstag? In der Corona-Krise hat eine Falschmeldung die Arbeit des Bildungsministeriums erschwert.

Einen Fake zu den Corona-Maßnahmen musste das Thüringer Bildungsministerium am Freitagnachmittag einfangen.

Einen Fake zu den Corona-Maßnahmen musste das Thüringer Bildungsministerium am Freitagnachmittag einfangen.

Foto: dpa

Eine Falschmeldung über die von der Thüringer Landesregierung beschlossenen Maßnahmen kursierte am Freitag. „Diese Mitteilung hat mit uns nichts zu tun und uns die Arbeit nicht erleichtert“, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums. Staatssekretärin Julia Heesen ließ unmittelbar nach Bekanntwerden der falschen Nachricht eine Richtigstellung über alle möglichen dienstlichen Adressen aussenden.

Offenbar war die Meldung aber soweit verbreitet, dass sie sich sogar in den offiziellen Verteiler von Ministerinnen und Ministern geschlichen hatte und auch von dort verbreitet wurde. Das bestätigte ein Kabinettsmitglied dieser Zeitung. Nach Recherchen dieser Zeitung ist die Basis der Falschnachricht die Mitteilung des Landes Schleswig-Holstein über dort getroffene Corona-Maßnahmen.

Am frühen Nachmittag hatte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) über die Maßnahmen vor Kameras informiert. Die offizielle Meldung ließ da aber noch auf sich warten – stattdessen tauchte dazwischen die Falschmeldung auf und stiftete Verwirrung. Den Vorhalt, ein Kommunikationsdesaster verursacht zu haben, wies Ramelow auf Twitter zurück: „Fake in Zeiten von Pandemien sind ungeheuerlich.“ Man habe sich bemüht, binnen einer Stunde einen Runderlass zu finalisieren. Schneller und transparenter gehe es nicht.