Thüringens Datenschutzbeauftragter hinterfragt freiwillige Anti-Corona-App

Erfurt.  Thüringens Datenschutzbeauftragter Lutz Hasse knüpft den möglichen Einsatz einer Anti-Corona-App an eine Bedingung.

Lutz Hasse ist Thüringer Beauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (TLFDI).

Lutz Hasse ist Thüringer Beauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (TLFDI).

Foto: Fabian Klaus

Thüringens Datenschutzbeauftragter Lutz Hasse knüpft den möglichen Einsatz einer Anti-Corona-App auf freiwilliger Basis an eine Bedingung. Zwar sei die freiwillige Preisgabe von Handydaten nicht so scharf geregelt wie eine gesetzlich angeordnete. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Damit gebe die Legislative aber auch die Verantwortung an die Bürger ab, sagte Hasse der Deutschen Presse-Agentur. Diese müssten daher umfassend über die Anonymisierung der Daten sowie die Sach-und Rechtslage informiert werden.

Thüringens Jusitz- und Verbraucherschutzminister Dirk Adams (Grüne) sieht in der Handy-App ein geeignetes Mittel bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. „Ich verstehe, dass die staatlichen Maßnahmen und die Notwendigkeit ihres Ausmaßes kritisch diskutiert werden – eine App auf freiwilliger Basis aber begrüße ich ganz klar“, so der Minister.