Unterrichtsausfall an Thüringer Schulen leicht angestiegen

Erfurt.  Trotz zahlreicher Neueinstellungen von Lehrern fallen weiterhin zu viele Schulstunden in Thüringen aus. Es gab sogar einen leichten Anstieg der Ausfälle.

„Wir müssen dafür Sorge tragen, dass alle offenen Lehrerstellen auch besetzt werden können“, sagt Bildungsminister Helmut Holter (Linke) angesichts des weiterhin hohen Unterrichtsausfalls.

„Wir müssen dafür Sorge tragen, dass alle offenen Lehrerstellen auch besetzt werden können“, sagt Bildungsminister Helmut Holter (Linke) angesichts des weiterhin hohen Unterrichtsausfalls.

Foto: Jacob Schröter/dpa

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Die Situation an Thüringer Schulen bleibt auch im neuen Schuljahr angespannt. In der jüngsten Erhebung zum Unterrichtsausfall, die Ende September an allen allgemeinbildenden staatlichen Schulen stattfand, liegt der ersatzlose Ausfall nach Informationen dieser Zeitung bei 5,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Erhöhung um 0,5 Prozentpunkte. Der Anteil des vertretenen Unterrichts beträgt 5,6 Prozent, im September 2018 waren es 5,5 Prozent. Dabei wurden 38 Prozent fachgerecht vertreten. Das entspricht annähernd dem Niveau des vergangenen Jahres, als dieser Wert bei 41 Prozent lag.

Bildungsminister Helmut Holter (Linke) verweist auf Anfrage dieser Zeitung auf die weiter laufenden Lehrereinstellungen: „Thüringen stellt so viele Lehrerinnen und Lehrer ein wie nie zuvor. Bis Ende November sind allein in diesem Jahr 1069 neue Lehrkräfte in den Thüringer Schuldienst gekommen, darunter 99 Seiteneinsteiger.“ Allerdings scheiden in den kommenden Jahren viele Pädagogen altersbedingt aus, so dass die Neueinstellungen nicht ausreichen dürften. „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass alle offenen Lehrerstellen auch besetzt werden können“, sagt Holter.

Zudem empfiehlt der Bildungsminister den Schulen, noch stärker das Schulbudget zu nutzen, um Schulen beispielsweise durch unterrichtsbezogene Schülerarbeitsgruppen oder Angebote zur Gesundheitsprävention für Lehrkräfte zu entlasten.

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