Artgerecht oder nicht: Andreas Bayer über das Problem der Tierhaltung

Hunde, Lamas, Ponys, Pferde, Kamele und eben auch drei Elefanten zählen zum Team des Circus Afrika. Warum die Tierrechtler von Peta nun besonders die Haltung der Elefanten beklagen, hat mehrere Gründe.

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Zum einen, weil diese Tiere so groß und darum besonders anspruchsvoll sind. Einerseits wird angeprangert, dass die Elefantenkühe nachts angekettet sind, andererseits wird hervorgehoben, dass bei den Spaziergängen ein Zaunpfosten oder ähnliches beschädigt wurde. Ja, wie denn nun? Manchen kann man es wohl nie recht machen. Selbst wenn die Vorwürfe zuträfen, warum sollte man dem Zirkus dann nicht auch die anderen Tiere verbieten? Als wäre ein Hund oder Kamel weniger schützenswert als ein Elefant.

Der andere und eigentliche Grund ist der, dass die Dickhäuter als Sympathieträger besonders geeignet sind. Bei der Beurteilung, ob jemand seine Tiere artgerecht hält oder nicht, sollte jedoch rational vorgegangen werden. Bei den Maßstäben, welche die Leute von Peta ansetzen, müsste man auch einem Großteil der Hundehalter die Tierhaltung verbieten. Ganz zu schweigen von den vielen Kindern, denen man Kaninchen oder Hamster ausnahmslos wegnehmen müsste. Ich plädiere dafür, die Tiere bei ihren Haltern zu lassen, solange es keinen triftigen Grund dagegen gibt. Die behördliche Überwachung ist bei Zirkustieren weitaus strenger geregelt als bei Haustieren. Ob man das unterstützt, muss jeder selbst entscheiden.

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