Vier Windvorranggebiete im Altenburger Land beschlossen

Altenburg  Windräder dürfen nun in der Region Drogen, Thonhausen, Rositz und Naundorf entstehen. Andere Regionen sind raus aus dem Plan.

Blick auf den Windpark Mohlis am 4. August 2020. (Archiv-Foto)

Blick auf den Windpark Mohlis am 4. August 2020. (Archiv-Foto)

Foto: Jana Borath

Der im Juni 2020 von der Regionalen Planungsgemeinschaft Ostthüringen beschlossene Teilplan Windenergie Ostthüringen sieht vier Vorranggebiete vor. Löbichau und Jückelberg sind raus. Nun ist das Papier beschlossen und in Kraft.

Der Genehmigungsbescheid vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) als oberste Landesplanungsbehörde stammt von November 2020, mit der Veröffentlichung im Thüringer Staatsanzeiger Ende Dezember trat der Teilplan in Kraft. Demnach befinden sich vier Vorranggebiete Windenergie im Altenburger Land: Drogen mit dem Windpark Mohlis, Thonhausen, Rositz und Naundorf.

Noch keine Auskunft über weitere Anlagen in Vorranggebieten

Im Windpark Mohlis drehen sich vier Windräder, die sich alle innerhalb des dortigen Vorranggebietes befinden. Allerdings reißen die Beschwerden für seinen Betrieb nicht ab, teilt das Landratsamt auf Nachfrage mit.

Am Fuchsberg Thonhausen stehen insgesamt fünf vorhandene Windenergieanlagen innerhalb des zulässigen Areals. Das Vorranggebiet stellt laut Landratsamt eine Erweiterung des auf sächsischer Seite bestehenden Windparks „Nordwestlich Crimmitschau“ mit drei Anlagen des Planungsverbandes Region Chemnitz dar.

Der Windpark Rositz weist gegenwärtig 21 Windkraftanlagen aus, von denen sich aber nur vier innerhalb des Vorranggebietes befinden. Aktuell neun Windräder arbeiten im Windpark Naundorf, nur fünf von ihnen im jetzt genehmigten Vorranggebiet für dieses Areal.

Ob innerhalb dieser vier Vorranggebiete weitere Windkraftanlagen dazukommen, lässt sich laut Kreisbehörde nach aktuellem Stand nicht beurteilen. Neben dem Regionalplan, der lediglich die raumordnerische Zulässigkeit beurteilt, sind weitere Kriterien dafür zu beachten. Dazu gehören die Festsetzung der Bebauungspläne, die Einhaltung von Abstandsflächen infolge von Turbulenzen, örtliche Bauvorschriften und vieles mehr.

Sechs Windkraftanlagen für den Landkreis Greiz

Die Jückelberger Region ist komplett raus als Vorranggebiet für Windenergie. Gebaut werden dürfen dort keine Anlagen. Ebenso wie im Teilbereich Löbichau, der an das Großensteiner Vorranggebiet grenzt. Auf Großensteiner Gebiet und damit im Landkreis Greiz werden insgesamt sechs Windkraftanlagen errichtet, zwei stehen bereits, vier weitere sind genehmigt. Sechs ursprünglich auf Löbichauer Flur geplante Anlagen wird es nicht geben.

Windenergieanlagen, die sich außerhalb der festgesetzten Vorranggebiete befinden, sind raumordnerisch nicht mehr zulässig. Die Bestandsanlagen können zwar weiter betrieben werden. Jedoch sind Windkraftanlagen stillzulegen: Beispielsweise dann, wenn sie aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht mehr betrieben werden können oder durch neue und leistungsfähigere Windräder ersetzt werden sollen.