Bürgermeister von Schmölln und Ponitz gehen auf Lehrersuche

Schmölln/Ponitz/Großstechau  Seit Donnerstag werben Sven Schrade (SPD) und Marcel Greunke (CDU) für Schulverbund, Vorzüge des Landkreises, und bieten konkrete Hilfe an.

Im Altenburger Land gibt es Personalprobleme an hiesigen Grundschulen. (Symbolbild)

Im Altenburger Land gibt es Personalprobleme an hiesigen Grundschulen. (Symbolbild)

Foto: Armin Weigel/dpa

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Noch sind vermutlich die wenigsten Zuckertüten für die voraussichtlich 423 Abc-Schützen im Altenburger Land gefüllt, schon gibt es Personalprobleme an hiesigen Grundschulen. Die beiden Lehrerinnen der Grundschule Ponitz haben um ihre Versetzung gebeten, das zuständige Schulamt Ostthüringen hat sie genehmigt. An der Grundschule Großstechau sind künftig noch zwei Lehrerinnen tätig – der dortigen Schülerzahl angemessen, wie es heißt. Eine davon muss zusätzlich den Job der Schulleiterin ausfüllen.

Eine Entwicklung, die der Schmöllner Bürgermeister Sven Schrade (SPD) und sein Ponitzer Amtskollege Marcel Greunke (CDU) mit Sorge beobachten. Die beiden Männer gehören zu den Initiatoren, einen integrativen Schulverbund im Schmöllner Land zu etablieren, um kleine Grundschulen erhalten und Personalengpässe besser lösen zu können.

Am Montag, 19. August, soll dieses Modell im Bildungsausschuss des Kreistages Altenburger Land thematisiert werden. Unabhängig davon engagieren sich Schrade und Greunke nun auch auf einem Feld, das eigentlich dem Schulamt Ostthüringen vorbehalten ist. Sie werben um Lehrerinnen und Lehrer. „Wir haben lange überlegt, was wir machen sollen. Das Personalproblem ist ja drückend, Lösungen kaum in Sicht.“, begründen sie einhellig. Dann fiel die Entscheidung. „Wir machen das mit der Werbung um Fachkräfte einfach selbst.“ Seit gestern ist ein Bewerbungsschreiben im Umlauf, mit dem sie für Lehrer und bei den potenziellen Interessenten mit dem geplanten Schulverbundstandort werben. „Wir wollen, dass in der Region Schmöllner Land auch künftig Schule vor Ort stattfindet“, heißt es als Begründung. Und sie wuchern mit einigen Pfunden. Mit der verkehrstechnisch guten Lage des Schmöllner Landes an der A 4 und in Nähe von Leipzig, Zwickau und Jena sowie mit guter Zuganbindung von Schmölln und Ponitz aus. Auch Kulturelles gehört in die Waagschale. Das Renaissanceschloss Ponitz wird genannt, das einzige Fünf-Sparten-Theater Thüringens in Altenburg und Gera, mit Lindenau-Museum und Schloss Altenburg Leuchttürme der Extra-Klasse.

Schrade und Greunke bieten aber vor allem konkrete Hilfe. Unterstützung bei der Wohnungssuche sei selbstverständlich, die Schmöllner Wohnungsverwaltung stünde als Partner bereit. Baugrundstücke in Ponitz, in Schmölln und Umgebung ließen sich finden. Was Interessierte tun müssen? „Einfach eine Bewerbung an uns senden. „Wir kümmern uns um alles Weitere“, sagt Greunke.

Unterdessen ist auch das Schulamt Gera aktiv geworden in Sachen Personalakquise. Am kommenden Mittwoch, 14. August, und damit wenige Tage vor Schuljahresbeginn lädt es zur Stellenbörse ins Staatliche Schulamt Ostthüringen. Zur Besetzung von noch offenen Lehrerstellen in Ostthüringen, wie es heißt. Eingeladen sind an diesem Tag, von 14 bis 17 Uhr, alle Bewerber mit abgeschlossener zweiter Staatsprüfung für ein Lehramt, Absolventen mit erster Staatsprüfung ­sowie Seiteneinsteiger. Die Börse findet in der Hermann-Drechsler-Straße 1 in 07548 Gera statt.

Eine Übersicht zu offenen Stellen sowie Informationen zu den Einstellungsvoraussetzungen sind auf der Homepage des Schulamtes Ostthüringen sowie des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport zu finden: www.thueringen.de .

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