Circus Afrika gastiert von Freitag bis Sonntag am Schmöllner Brauereiteich

Schmölln  Nach langer Pause gastiert der Zirkus wieder in Schmölln. Brandschäden und Tierrechtler sorgen für Probleme.

Zirkusdirektor Hardy Weisheit gastiert an diesem Wochenende mit den Elefantenkühen Gandhi, Moja und Tonga (von links) in Schmölln.

Zirkusdirektor Hardy Weisheit gastiert an diesem Wochenende mit den Elefantenkühen Gandhi, Moja und Tonga (von links) in Schmölln.

Foto: Andreas Bayer

Ein „Riesenspektakel in märchenhafter Atmosphäre“, verspricht Hardy Weisheit, Direktor des Cicrus Afrika. Von Freitag bis Sonntag gastiert der Zirkus auf dem Festplatz am Schmöllner Brauereiteich, wird fünf Aufführungen bieten. Neben Fakiren, Clowns, Pferdedressuren, Hunderevue sowie Akrobatik von den „Kenia Boys“ sind auch drei afrikanische Elefantenkühe zu sehen.

Gandhi, Moya und Tonga sind die Aushängeschilder des Zirkusses, die Weisheit in der Manege Kunststücke aufführen lässt. Doch hat sich die Tierrechtsorganisation Peta angesichts des Schmöllner Gastspiels an die Stadtverwaltung sowie an die Redaktion gewandt und hat gefordert, „dem Zirkusdirektor zumindest für die Elefanten die Erlaubnis zur Tierhaltung“ zu entziehen. Als Gründe führte Peta unter anderem mangelnde Beschäftigungsmöglichkeiten und wiederholte Sachschäden bei Spaziergängen der Elefanten auf.

Eine Kritik, die Hardy Weisheit entschieden von sich weist: „Das Wohl der Tiere steht bei uns an erster Stelle.“

Das Ordnungsamt Schmölln sowie das Veterinäramt des Landkreises haben den Zirkus bereits untersucht. „Wir konnten nichts Negatives feststellen. Herr Weisheit war sehr kooperativ“, sagte Ordnungsamts-Leiter Holger Peters. Auch der Fachdienst Veterinärwesen, der für die tierschutzrechtliche Kontrollen zuständig ist, ließ verlauten: „Mängel in der Tierhaltung konnten nicht festgestellt werden.“

Seit März dieses Jahres war der Zirkus mit 40 Tieren und 25 Menschen im ganzen Land unterwegs. Als nächstes folgt das Saisonfinale an der Orangerie in Meuselwitz. Dort sind vom 17. bis 20. Oktober fünf Aufführungen geplant. Anschließend begibt sich der Zirkus in sein Winterquartier in Kostitz, einem Ortsteil von Starkenberg.

Dort sind wegen eines mutwillig gelegten Brandes Ende Juli die Futterscheune und eine Wohnung weiterhin nicht nutzbar. Die Versicherung weigere sich, den Schaden von rund 200.000 Euro zu ersetzen, sagt Weisheit. „Wir bedanken uns bei den Leuten, die uns unterstützen, aber die Lage ist weiterhin ernst.“

Meine Meinung: Andreas Bayer über das Problem der Tierhaltung

Peta – wer ist das?

People for the Ethical Treatment of Animals – abgekürzt Peta, ist eine Organisation für Menschen, die sich den ethischen Umgang mit Tieren auf die Fahne geschrieben haben. Peta wurde 1980 gegründet und hat seitdem immer wieder durch verdeckte Ermittlungen und offene Provokationen auf sich aufmerksam gemacht. Die Mitglieder Petas setzen sich für Grundrechte von Tieren ein, in welcher Art sie das tun, steht oft in der Kritik. Laut Peta gibt es fünf Millionen Unterstützer für die Tierschutzorganisation. Sie fordern ein Verbot von Zirkustieren.

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