Das Tatami in Schmölln ist in die Jahre gekommen

Schmölln  Sport- und Freizeitbad in Schmölln steht vor großer Umgestaltung. Arbeiten sollen Schritt für Schritt erfolgen

Großputz im Tatami steht an. Künftig soll das Sport- und Freizeitbad in solchen Wochen auch umgestaltet werden.

Großputz im Tatami steht an. Künftig soll das Sport- und Freizeitbad in solchen Wochen auch umgestaltet werden.

Foto: Jana Borath

Schmöllns Sport- und Freizeitbad Tatami soll umgestaltet werden. Das Konzept dafür stellte Stadtwerkechef Severin Kühnast in der jüngsten Sitzung des Schmöllner Stadtrates vor. Vorab stellte er klar, dass die Umgestaltungen nicht extra erfolgen sollen, sondern Schritt für Schritt im Zuge der so genannten jährlichen Revisionswoche, in der im Tatami nötige Reparaturen vorgenommen werden. Grund für das Konzept ist die Tatsache, dass die Freizeiteinrichtung in ihrem 13. Jahr zunehmend dem baulichen Verschleiß unterliegt. „Wir wollen das jetzt Schritt für Schritt angehen, um zu vermeiden, dass wir in vielleicht sechs Jahren feststellen, dass unser Bad total verschlissen ist“, so Kühnast im Stadtrat.

Modernisierung im japanischen Stil

Die Idee ist, kleinere Umgestaltungen parallel bei fälligen Bauarbeiten im Bad umzusetzen. Das Design soll modernisiert werden, der japanische Gedanke soll beibehalten werden. Weshalb man sich für das Planungsbüro entschieden habe, dass bereits bei der Baukonzeption des Tatami federführend war. Das Gestaltungskonzept wurde im Aufsichtsrat der Stadtwerke Schmölln vorgestellt und von ihm genehmigt.

Beispielsweise soll durch den Einbau von Akustikpaneelen die Lärmbelastung im Hallenbad reduziert werden. Vorgesehen sind zudem integrierte Leuchtstreifen und ein frischer Farbanstrich. Auch sind die Bambus-Leuchten im Hallenbad verschlissen und sollen durch neue Leuchten in Gestalt von Wolken ersetzt werden.

In Kur geht ebenso der Kleinkindbereich im Tatami. „Kritisiert wird hier die mangelhafte Ausstattung“, sagt Kühnast. Aktuell behelfe man sich mit einer kleinen Rutsche und einigen neuen Spielgeräten. „Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes“, sagt Kühnast. Ein weiteres Wasserspielgerät und eine Wasserkaskade sind geplant. Für die Duschen sind neue Gestaltungselemente vorgesehen. Hier setzen die Stadtwerke auf Echtmoos. Angedacht ist, den Ruheraum im Langhaus neu zu gestalten mit neuen Möbeln, einem Farbanstrich und veränderter Randgestaltung.

Aktuell läuft die Umgestaltung des Foyers. Die Einrichtung bleibt, umgebaut und farblich neu gestaltet werden Tresenbereich und Schrankwand. Beleuchtung und Sitzmöbel werden gekauft. Gearbeitet wird außerdem in der Kaminsauna. Dieser Bereich wird technisch aufgewertet, künftig werden dort Aufgüsse möglich sein.

Kühnast stellte klar, dass die Umsetzung des Gestaltungskonzeptes abhängig vom Budget ist. „Nicht alles wird auf einmal realisiert werden. Das geht nur Schritt für Schritt.“ Zumal große Probleme mit großen Summen zu Buche schlagen können. Beispielsweise müssen alle Fliesen im Beckenbereich ausgetauscht werden, da sie von der Wand fallen. Allein dieser Komplettaustausch würde mit 500.000 Euro zu Buche schlagen. Für die Umgestaltung des Sport- und Freizeitbades sind insgesamt 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Würde noch ein weiterer Ruheraum entstehen, würden sich die Investition auf rund zwei Millionen Euro summieren.

„Was gemacht wird und wann, wird mit dem Aufsichtsrat der Stadtwerke abgestimmt“, betonte Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade (SPD). Der Aufsichtsrat befasst sich in dieser Woche mit einem neuen Marketingkonzept für das Tatami.

Heute endet die Freibadsaison in Schmölln. Vom 13. September bis 22. September bleibt das Freizeitbad Tatami mit Hallenbad- und Saunabereich wegen Wartungsarbeiten geschlossen bleiben.

Zu den Kommentaren