Die Maus als Türöffner in Schmölln

Schmölln  Knopf- und Regionalmuseum beteiligt sich am bundesweiten Aktionstag. Rund 70 große und kleine Gäste machten mit

Der große Basteltisch im Knopf- und Regionalmuseum war am Türöffner-Tag der Besuchermagnet schlechthin.

Der große Basteltisch im Knopf- und Regionalmuseum war am Türöffner-Tag der Besuchermagnet schlechthin.

Foto: Jana Borath

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Der Tag mit der Maus als Türöffner am 3. Oktober ist im Schmöllner Knopf- und Regionalmuseum zum echten Renner geworden. So auch am Donnerstag, als das städtische Haus einmal mehr am Türöffner-Tag, eine bundesweite Aktion des Westdeutschen Rundfunks, teilnahm. Rund 70 große und kleine Gäste nahmen die Einladung ins Schmöllner Museum an. Und kamen dafür sogar von weiter her. Wie Familie Zürch aus Langenbernsdorf zum Beispiel: „Wir waren noch nie hier. Heute nutzen wir Feiertag und Türöffner-Tag in Schmölln, um das Knopf- und Regionalmuseum zu erkunden“, sagte Almuth Zürch, die mit ihrem Mann und zwei Töchtern mit dabei war.

Spannend war dieser Besuch auf jeden Fall. Denn die Gäste hatten Gelegenheit, das gesamte Knopfmuseum sogar bis hinauf unters Dach zu erkunden. Und zwar in Form einer großen Schatzsuche, bei der sich alles um die Steinnuss drehte. Ihre Herkunft, ihre Geschichte, ihre Bedeutung für die Stadt Schmölln und was man aus so einer Steinnuss alles machen kann,standen im Mittelpunkt der Führungen. Geleitet wurden diese von Hans-Werner Dyllon, der sich seit Jahren ehrenamtlich im Knopfmuseum engagiert. Er wurde nicht müde, auf jede Frage der Museumsgäste eine Antwort zu finden. Und natürlich informierte er über die Bedeutung der Knopfindustrie für Schmölln, wo alles mit dem Perlmuttknopfdrechsler Hermann Donath begann, der hier im Jahre 1863 eine Knopfmanufaktur gründete. Um 1900 gab es in Schmölln etwa 30 Knopffabriken. Heute existiert nur noch eine einzige Knopffabrik in der Stadt. Inzwischen gibt es in Schmölln einen Knopfwanderweg, der an die Orte der Knopfproduktion führt und erinnert.

Die am meisten bewunderte und wohl auch am meisten fotografierte Person war am Türöffner-Tag allerdings Constanze I. Für die Schmöllner Knopfprinzessin ist der Tag mit der Maus im Schmöllner Knopfmuseum inzwischen ein fester Termin. „Das ist immer wieder schön, mit den Kindern hier zu sprechen und mit ihnen gemeinsam zu basteln“, sagt sie. Und klar mache es ihr Freude, für das eine oder andere Foto mit den Kleinen zu posieren.

Maja Itner von der Stadtverwaltung Schmölln war am Donnerstag dann auch zufrieden. „Der Türöffner-Tag mit unserem Mix aus Führungen und Bastelarbeiten kommt immer gut an“, so ihr Resümee. Und ja, auch im nächsten Jahr werde das Knopf- und Regionalmuseum wieder mit dabei sein. „Vielleicht“, so Itners Hoffnung, „kommt dann auch mal die Maus selbst bei uns in Schmölln vorbei.“

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