Dorfregion Schmölln in das Dorfentwicklungsprogramm des Freistaates aufgenommen

Schmölln  Dorferneuerung Zschernitzsch läuft auch nach 2019. Schmölln mit Gemeindentwicklungskonzept als Förderschwerpunkt

Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade (SPD) und Felix Krämer (rechts) von der Bauverwaltung der Stadt zeigen hier die Aufnahmeurkunde für das Förderprogramm des Freistaates. 

Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade (SPD) und Felix Krämer (rechts) von der Bauverwaltung der Stadt zeigen hier die Aufnahmeurkunde für das Förderprogramm des Freistaates. 

Foto: Jana Borath

Thüringer Kommunen sind am Donnerstag von Infrastrukturministerin Birgit Keller (Linke) in das Programm der Dorfentwicklung und Dorferneuerung aufgenommen worden – darunter auch die Dorfregion Schmölln. Die entsprechende Urkunde präsentierten gestern Bürgermeister Sven Schrade (SPD), Bauamtschef Reiner Erler und Felix Krämer vom Bauverwaltungsamt Schmölln im Rahmen eines Pressegespräches. Von 2020 bis 2024 kommt Schmölln speziell für die 13 Ortsteile der Kernstadt in den Genuss von finanzieller Förderung, die der Freistaat im Rahmen seines Dorfentwicklungsprogrammes ausreicht. „Wir sind sehr glücklich darüber. Das bedeutet, dass wir die Arbeiten in Zschernitzsch im kommenden Jahr nahtlos weiterführen können“, sagt Bauamtschef Erler. Der Ortsteil wird seit einigen Jahren mit einem modernen Abwassersystem ausgestattet.

Auch für Großstöbnitz bringt die Aufnahme in die Förderung gute Nachrichten. Hier kann die Stadt die Modernisierung des Abwasserkanales fortführen. Schwerpunkte werden laut Erler unter anderem die Straßenzüge Am Wehrrasen, Straße der Einheit sowie die Bergsiedlung sein. Auch Kleinstöbnitz werde mit einbezogen. Doch nicht nur unterirdisch soll laut Schrade gearbeitet werden. Die Großstöbnitzer Feuerwehr wartet seit Jahren auf einen neuen Sozialtrakt, der mit diesem Förderprogramm nun möglich werde. Zugleich appellieren Erler und Schrade an die Einwohner der 13 Ortsteile, im Rahmen der Förderung eigene Bauvorhaben umzusetzen. Denn nicht nur kommunale Projekte kommen in den Genuss der Förderung, sondern auch die von Privaten.

„Wir beraten gern“, sagt Erler. „Die Leute sollen sich bei uns in der Bauverwaltung melden.“ Felix Krämer aus dieser Abteilung habe maßgeblich an dem Konzept zur Gemeindeentwicklung mitgeschrieben, sagt Schrade.

29 Gemeinden werden bis zum Jahr 2024 besonders gefördert. Für die Förderung im Programm der Dorfentwicklung und Dorferneuerung stehen jährlich rund 30 Millionen Euro zur Verfügung. Die Aufnahme in das Programm eröffnet die Chance, auf diese Mittel zuzugreifen. Welche Projekte letztendlich einen Zuschuss erhalten, wird durch Auswahlkriterien bestimmt. In dieser Förderperiode liegt der Fokus auf dem „sozialen Dorf“. „Damit liegt ein Augenmerk auf dem Engagement der Menschen vor Ort, das gerade in den ländlichen Regionen besonders ausgeprägt ist. Dieses Engagement werden wir stärker unterstützen“, sagte Keller bei der Verleihung.

Infos und Kontakt für private Bauvorhaben im Rahmen des Gemeindeentwicklungs­­kon­zeptes: Bauverwaltungs­­­-amt unter 034491/7 61 61

Zu den Kommentaren