Fluch im Wieratal bleibt bestehen

Ziegelheim  Handball: LSV Ziegelheim verliert das Handballderby der Thüringenliga gegen den HSV Ronneburg 19:20 (11:10)

Hart zur Sache geht es in den Derby-Zweikämpfen. Hier setzt sich Ronneburgs Mirko Alexy (r.) gegen den Ziegelheimer Lukas Zverina durch.

Hart zur Sache geht es in den Derby-Zweikämpfen. Hier setzt sich Ronneburgs Mirko Alexy (r.) gegen den Ziegelheimer Lukas Zverina durch.

Foto: Jens Lohse

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300 Zuschauer sahen am Samstagabend in der Wieratalhalle ein packendes Derby zwischen dem heimischen LSV und den Gästen vom HSV Ronneburg, welches eigentlich keinen Sieger verdient hatte. Das Spiel hatte einfach alles. Zwei gut arbeitende Abwehrreihen, tolle Tore und Spannung bis zur letzten Sekunde. Der LSV gab jedoch einen oder sogar zwei Punkte aus der Hand, da man vor allem seine Überzahlsituationen nicht bis zum Ende ausspielen konnte. Zur tragischen Figur wurde ausgerechnet der beste Ziegelheimer auf der Platte.

Jonas Krause, welcher den verletzten Oliver Kunz sehr gut vertrat, scheiterte 80 Sekunden vor dem Ende, nachdem er zuvor sechs Strafwürfe verwandelt hatte, mit seinem siebten Versuch an Kevin Günther. Im Gegenzug besiegelte dann Richard Vogel die Ziegelheimer Niederlage.

Mit einer breiteren Auswechselbank als noch zuletzt startete der LSV in die Partie. Doch zunächst bestimmten die Gäste das Geschehen. Der LSV scheiterte wie so häufig im Spielverlauf am Mittelblock der Ronneburger. Diese gingen durch Torjäger Mirko Alexy nach sieben Minuten mit 3:1 in Führung.

Jetzt erwachten auch die Ziegelheimer und Markus Klupsch und André Heinig konnten den Ausgleich herstellen. Die nächsten Minuten sollten dann wieder den Gästen gehören, welche ihre Angriffe geduldig bis zum Ende spielten. Beim Spielstand von 4:7 hatte LSV-Trainer Patrick Jahn genug gesehen und bat seine Mannen zur Besprechung.

Für den glücklosen David Püschel rückte Michael Wolf zwischen die Pfosten. Auch dieser Schachzug sollte den LSV zurück ins Spiel bringen. Vorn konnten Ronny Wunderlich und André Heinig verkürzen, und Spielmacher Jonas Krause konnte mit einem Doppelpack den Ausgleich zum 8:8 herstellen. Heinig brachte dann seine Mannschaft sogar in Führung, welche man bis zur Pause verteidigen konnte. Hätte man seine Überzahlsituationen konsequenter genutzt, wäre man nicht nur mit einem knappen 11:10 in die Kabinen gegangen.

Nach der Pause dauerte es fast vier Minuten ehe Rico Stein vom 7m-Punkt zum 11:11 ausgleichen konnte. Doch die Ziegelheimer konterten in Person von Heinig und einem Kracher in den Winkel von Jonas Krause. Weiterhin war es allerdings ein Spiel, welches die beiden Abwehrreihen bestimmten.

Jetzt konnten die Gäste die Partie wieder drehen und gingen ihrerseits durch Mirko Alexy in Führung. Für den LSV glich der vom Strafwurfpunkt eiskalte Jonas Krause wieder aus. Michael Wolf im Ziegelheimer Tor kaufte den HSV-Schützen einige starke Bälle ab und Mirko Alexy war beim LSV-Mittelblock bestens aufgehoben.

Erneut war es Jonas Krause, welcher seine Farben wieder mit 18:17 in Führung brachte. Doch ein Doppelschlag von Mirko Alexy drehte die Partie erneut. André Heinig konnte dann zum 19:19 ausgleichen. Vor den Zuschauern lag eine spannende Schlussphase. Zuerst kassierte Rico Stein eine Zeitstrafe und seine Mannschaft musste bis zum Ende in Unterzahl spielen. Dann holte erneut Andreas Biedermann einen Strafwurf heraus, welchen Jonas Krause leider nicht im Gehäuse unterbringen konnte. Im Gegenzug war es Richard Vogel mit dem 20. Treffer für die Gäste. Noch blieben fast 40 Sekunden für die Ziegelheimer. Doch man vertändelte den Ball und die Niederlage war besiegelt.

Große Enttäuschung bei den Ziegelheimern und Freude pur bei den Gästen. Und dennoch können die LSV-Spieler auf dieser Leistung aufbauen und mit jeder Menge Vorfreude in zwei Wochen zum großen Derby nach Altenburg fahren.

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