Grundschulverbund wird vom Kreistag Altenburger Land weiter gewünscht

Schmölln  Ob die Kooperation der Schulen im Schmöllner Raum eine Chance hat, wird am 30. Oktober beraten.

Die Schulkonferenz der Grundschule Ponitz sprach sich für den Inklusiven Grundschulverbund aus.

Die Schulkonferenz der Grundschule Ponitz sprach sich für den Inklusiven Grundschulverbund aus.

Foto: Katja Grieser

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Wenn am 30. Oktober der Kreistag zu seiner nächsten Sitzung zusammentrifft, wird als Tagesordnungspunkt sieben auch das Thema Inklusiver Grundschulverbund „Schmöllner Land“ (IGV) zur Sprache kommen. Auf Nachfrage äußerten sich die Vertreter der Fraktionen aufgeschlossen, den Schulversuch weiterhin zu wagen, obwohl sich bereits zwei der Schulen einer Teilnahme verweigert haben. Am 21. Oktober werden die Ergebnisse der Schulkonferenzen im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport erstmals besprochen.

Dessen Vorsitzender Christoph Zippel (CDU) betonte, dass es sich beim IGV um einen Versuch handele, der eben ganz normale Geburtswehen mit sich bringe. „Davon geht die Welt nicht unter, aber es wäre schade, wenn er frühzeitig scheitert.“ Bevor er sich festlegen wolle, hätte Zippel gerne die Einschätzung des Landrats Uwe Melzer (CDU) sowie der maßgeblich vorantreibenden Bürgermeister Sven Schrade (SPD) und Marcel Greunke (CDU) gehört. „Dann muss man bewerten, ob es noch einen Sinn ergibt“, so Zippel.

Schrade zeigte sich angesichts der Zurückhaltung aus den Schulkonferenzen, zwar ernüchtert, aber auch kämpferisch: „Ich hoffe, dass es uns gelingen wird. Aber uns muss auch gelingen, dass wir die an uns selbst gestellten Bedingungen erfüllen können.“

AfD-Fraktionschef Uwe Rückert bezeichnete den IGV als „Riesenschritt in die richtige Richtung. Die gesamte AfD-Fraktion setzt sich dafür ein, die IGV mit Leben zu füllen. Das kann aber nur ein erster Schritt sein.“ Es sei nicht zielführend, dauerhaft Klassen zusammenzulegen. Zwar mache eine Schule durchaus einen Teil der Attraktivität einer Gemeinde aus, vor allem was die Ansiedlung junger Familien betrifft. Doch müsse man alles in Relation sehen. Man müsse auch knallhart Kosten und Nutzen gegeneinander abwägen und notfalls fusionieren oder ausdünnen, so Rückert. Das erhöhe letztlich auch die Lehr- und Lernqualität.

Ausschussmitglied Tina Rolle (Die Regionalen) sagte: „Ich finde es gut, wie sehr sich Sven Schrade engagiert und würde ihn unterstützen. Es ist traurig, dass das ganze Engagement von einigen Schulen abgewatscht wurde.“ In Meuselwitz erlebe man derzeit, dass es auch anders gehe, weil sich dessen Bürgermeister nicht für den Erhalt des Gymnasiums einsetze.

Ralf Plötner (Die Linke) sagte: „Dieses Verbundmodell ist nach meiner Auffassung die einzige Chance, weiterhin im Schmöllner Raum wohnortnahe Beschulung zu ermöglichen.“ Die Ergebnisse der Schulkonferenzen seien bedauerlich, aber man müsse schnell eine Lösung finden. Man könne die Schulkonferenzen nicht wiederholen, bis die Ergebnisse passen. Seine Fraktion wolle trotzdem darum kämpfen, dass der Versuch vom Land genehmigt wird.

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