In Altenburg durch die Welt geschlemmt

Altenburg  Erstes Street Food Festival in Altenburg kommt bei Besuchern gut an. Die Gastronomen sind zufrieden.

In Altenburg fand am Wochenende das erste Street Food Festival statt, bei dem unter anderem Burger mit Straußenfleisch

Foto: Katja Grieser

Straußen-Burger, Flamm-Lachs, Süßkartoffel-Pommes, Bergkäse, Wild, Wiener Apfelstrudel, kubanische Sandwiches, Flammkuchen oder Gyoza, japanische Teichtaschen – in Altenburg konnte man sich am Wochenende durch die Welt schlemmen. Zum ersten Mal wurde dort ein Street Food Festival veranstaltet. Und das kam an, die Besucher strömten am Samstag und Sonntag auf den Markt und testeten neugierig die kulinarischen Angebote.

Gleich in drei Länder entführte Karin Bogner: Österreich, Indien und Japan. Dass die geborene Wienerin unter anderem Apfelstrudel und Kaiserschmarrn aus ihrer Heimat anbot, liegt nahe. Teig spielt auch bei den beiden anderen Spezialitäten – Samosa und Gyoza – eine Rolle. Wie es dazu kam, dass sie die Teigtaschen aus Indien und Japan für die Kunden zubereitete, erklärt Bogner: „Samosa haben wir im Urlaub in Indien entdeckt, dort gibt es sie an jeder Straßenecke“, erzählt sie. Und weil sie der Wienerin so gut geschmeckt haben, hat sie Samosa in ihr Angebot aufgenommen. Ähnlich war es auch mit dem japanischen Pendant, das sie auf Reisen kennen und lieben gelernt hat.

Seit drei Jahren sind Karin Bogner und ihr Team auf den kulinarischen Straßenfestivals unterwegs, hauptsächlich in Ostdeutschland. Mit der Premiere in Altenburg ist sie sehr zufrieden. „Es war gut besucht.“

Kubanische Sandwiches mit „geheimen Zutaten“

Über den großen Zuspruch hat sich auch Ivo Lottig gefreut, der die Gaumen der Besucher mit kubanischen Sandwiches verwöhnte. Für die Zubereitung nimmt er Schweinenacken, eingelegt in Orangensaft, Limette, Koriander und „geheime Zutaten“, wie er sagt. Brot, Schinken, saure Gurken und Käse kommen zudem drauf, gegrillt wird dann mit Butter. „Traditionell gehört noch Senf dazu, aber das war mir einfach zu schnöde“, erzählt er. Ein besonderer Dip musste her, hat sich Lottig, der in Leipzig das Restaurant „Zur Standuhr“ betreibt, überlegt. Und der Gastwirt hat das in einer Pflaumenmus-Rauchpfeffer-Kombination gefunden. Meist ist Ivo Lottig in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt auf Street Food Festivals zu finden, aber manchmal auch, wie nächste Woche, an der Ostsee.

Zumindest kulinarisch wehte also am Wochenende ein bisschen große weite Welt durch die Kreisstadt. Da die neue Veranstaltung bei den Gästen gut ankam und die Gastronomen zufrieden waren, steht einer zweiten Auflage nichts im Wege.

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