In der Osterburg Weida blickt man auf ein ordentliches Jahr zurück

Weida        In der Osterburg Weida blickt man auf ein ordentliches, aber nicht                  herausragendes Jahr zurück

Osterburg in Weida

Osterburg in Weida

Foto: Marcel Hilbert

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Mit dem traditionellen Schneemanntag am 18. Januar wird – auch ohne Schnee – die Saison auf der Weidaer Osterburg weitgehend abgeschlossen. Nach drei weiteren regulären Öffnungstagen des Museums auf der Osterburg beginnt hier – ebenfalls auch ohne Schnee – am 22. Januar der Winterschlaf. Und während die weit gediehenen Vorbereitungen für die im März beginnende 2018er Saison dann noch einmal so richtig Fahrt aufnehmen, ist die jährliche Schließzeit auch ein guter Zeitpunkt, zurückzuschauen.

2017 war für die Osterburg und das dortige Museum ein insgesamt ordentliches Jahr, ohne aber übermäßig herauszuragen. So könnte man das Fazit von Weidas Hauptamtsleiterin Bettina Gunkel zusammenfassen. Erfreulich ist dabei sicher der Anstieg der Besucherzahl um fast 2500 von 16 495 im Jahr 2016 auf 18 993 im Jahr 2017. Wermutstropfen: Die Einnahmen aus Eintrittsgeldern gingen von 38 742 Euro auf 35 888 Euro zurück. Wie das zu erklären ist? „Wir zählen alle Besucher, also auch die, die hier Märkte oder Hochzeiten besuchen oder sich das Gelände anschauen, aber eben keinen Eintritt zahlen“, sagt Gunkel. Dennoch hätten sich die seit 2013 gültigen Eintrittspreise von 5 Euro für Erwachsene (ab 15 Jahre) und 1 Euro für Kinder ab sechs Jahren bewährt.

Eintrittspreise und Zeiten haben sich bewährt

Auch die Öffnungszeiten und die Schließtage montags bis mittwochs hätten sich bewährt, ebenso wie die zusätzliche Öffnung an Montagen und Dienstagen in den Ferien. Bis 21. Januar hat das Museum jetzt noch donnerstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Gut angenommen wurde 2017 das 360-Grad-Museum, heißt es weiter, ebenso seien die Hochzeiten auf der Burg nach wie vor sehr beliebt. „Kaum beherrschbar“ ist die Nachfrage nach dem Türmerfrühstück, so Gunkel. Dafür hätte die Attraktivität neuer Formate rund um den markanten Turm der Burg etwas nachgelassen. Dazu zählen das Uhraufziehen mit dem Türmer und die Besteigung des dritten Kranzes der Burg. Beides soll 2018 verstärkt vermarktet werden. Ebenso will man noch mehr daran arbeiten, Schulprojekte und Klassen auf die Burg zu ziehen. Möglichkeiten, Schülerarbeiten multimedial zu unterstützen, gibt es im ­360-Grad-Museum sowie am Active Table, einem Computertisch, an dem sich Anwendungen oder Veranschaulichungen programmieren lassen.

Auch insgesamt sieht Gunkel nach wie vor Spielraum bei der Vermarktung des Museums und seiner Möglichkeiten und Angebote. Ein wesentlicher Baustein dafür ist die Zusammenarbeit aller Akteure auf der Burg sowie der touristischen Partner.

Baulich sei man laut dem Rückblick der Hauptamtsleiterin 2017 kürzergetreten. So wurde das Geländer am Rundweg erneuert und die Beleuchtung in der Galerie verbessert. 2018 soll es wieder eine größere Baumaßnahme geben, dann sollen die Arbeiten am Haupteingangsgebäude der Burg, der Schlosswache, beginnen. Auch ist die Sanierung eines Mauerstücks ins Auge gefasst. Inhaltlich investiert wurde dank Fördermitteln des Museumsverbandes in das Körnerzimmer , für das zwei Gemälde restauriert wurden.

Was die Veranstaltungen 2018 angeht, so freut sich Bettina Gunkel, dass man sich mit der Osterburg wieder am Osterpfad beteiligt. Mit dessen Eröffnung in Weida beginnt am 23. März die Saison. Dann werden auch im Künstleratelier und in der Galerie der Osterburg die ersten von jeweils fünf geplanten Kunstausstellungen eröffnet. Diese werden in Zusammenarbeit mit dem Künstlerstammtisch gestaltet.

Und in der Remise wird dann die überarbeitete Wissens-Schloss-Ausstellung zu sehen sein. Wieder soll die Atomuhr hier zentrales Element sein, ansonsten werden unter dem Arbeitstitel „Mathematik in der Natur“ wieder neue Aspekte der naturwissenschaftlich-technischen Bildung in den Fokus gerückt. Dabei wird die bewährte Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Gera fortgesetzt, die darüber hinaus einen Aktionstag zur Bewerbung des Wissens-Schlosses Osterburg plane. Die neue Jahresausstellung wird fachlich außerdem von dem Geraer Mathematiker Dieter Bauke unterstützt.

Veranstaltungen 2018 auf der Osterburg Weida

18. Januar: Welttag des Schneemanns (10 bis 16 Uhr)

14. Februar: Programm zum Valentinstag

23. März: Saisoneröffnung

23. März – 8. April: Osterpfad

14. und 15. April: Mittelalterspektakel

13. Mai: Internationaler Museumstag und Muttertag

17. Juni: 20. Sängertreffen

9. September: Tag des offenen Denkmals

14. September: Weida rockt! im Rahmen des Thüringer Jugendgremienkongresses in Weida

Einmal im Monat sonntags: Kurzweiliges im Moritzgewölbe oder Gefängnisgarten (Konzert, Kabarett usw.)

Donnerstags: Vorträge zur Jahresausstellung in Planung

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