Inzidenzwert steigt wieder im Altenburger Land

Altenburg  Impfzentrum in Schmölln geht Mittwoch an den Start. Geimpft wird auch in weiteren Pflegeheimen. Die Bundeswehr hilft bis Ende Januar.

Impfstart im Pflegeheim Hainichen.

Impfstart im Pflegeheim Hainichen.

Foto: Jana Borath

Über das vergangene Wochenende registrierte das Gesundheitsamt des Landkreises 191 Corona-Neuinfektionen. Mit der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von 394,9 am Montag, 11. Januar, nähert sich das Altenburger Land wieder der 400er-Marke. Alle Entwicklungen in unserem kostenlosen Corona-Liveblog.

Ein neuer Ausbruch wurde der Behörde aus dem Pflegeheim Plottendorf gemeldet. Hier haben sich 13 Bewohner und drei Beschäftigte mit dem Corona-Virus infiziert. Leicht erhöht haben sich die Infektionszahlen in weiteren Pflegeeinrichtungen: Zentrum für Betreuung und Pflege am Jahnpark Altenburg auf 42 (plus 2), Pflegeheim Am Brauereiteich Schmölln auf 63 (plus 2) sowie Pflegeheim Hospitalstift Altenburg auf 42 (plus 2).Die am Freitag angekündigte neue Allgemeinverfügung des Landkreises wurde vom Freistaat Thüringen inzwischen ohne inhaltliche Änderungen genehmigt. Sie tritt am Mittwoch, 13. Januar in Kraft. Damit gelten auch verschärfte Mobilitätsbeschränkungen für die Einwohner des Landkreises. Sie dürfen sich für die Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs und für die Grundversorgung, für Dienstleistungen, Spaziergänge und Individualsport nur noch 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen.

Impfteams sind weiter unterwegs

Laut Kreisverwaltung geht es mit den Corona-Impfungen im Altenburger Land Stück für Stück voran. Geimpft wurde bisher in der Belegschaft des Klinikums Altenburger Land, in der Pflegeeinrichtung „Pflege Daheim“ in Altenburg und im AWO-Pflegeheim Hainichen. Laut Information des Thüringer Gesundheitsministeriums wird am Montag und Dienstag dieser Woche im Senioren-Wohnpark Klausa geimpft. Am Freitag soll ein mobiles Impfteam im Seniorenzentrum Meuselwitz Bewohner und Belegschaft impfen.

Nach Auskunft der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Thüringen geht am Mittwoch, 13. Januar, das Impfzentrum in Schmölln in Betrieb. Das dortige Impfteam besteht aus einem Arzt und zwei bis drei medizinischen Fachangestellten. Unterstützt wird es auf Antrag der KV durch einen Soldaten der Bundeswehr. Wie die KV weiter mitteilt, wird bis zum 2. Februar immer in der Zeit von 14 bis 20 Uhr geimpft. Ab dem 3. Februar öffnet das Impfzentrum stets von 8 bis 11 Uhr und von 14 bis 20 Uhr. Geimpft werden soll im Fünf-Minuten-Takt. Impftermine können über die Rufnummer der KV Thüringen vereinbart werden: 03643 / 4950 490; möglich ist das Montag, Dienstag und Donnerstag von 8 Uhr bis 17 Uhr sowie Mittwoch und Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr.

Bundeswehr hilft im Klinikum und in Pflegeeinrichtungen

Über den weiteren Einsatz der Bundeswehr informierte am Montag im Corona-Krisenstab des Landratsamtes Oberstleutnant Ralf Günther vom Bundeswehr-Kreisverbindungskommando. In folgenden Einrichtungen wurde eine Verlängerung der Hilfe durch die Bundeswehr für die Zeit vom 16. bis 31. Januar genehmigt: Klinikum Altenburger Land (zehn Soldaten), Diakonie Altenburg (zehn Soldaten), Wohnpark Stadtcafé Gößnitz (drei Soldaten), Schmöllner Heimbetriebsgesellschaft (elf Soldaten). Weitere Anträge für diese Art der Unterstützung, so Sprecherin Jana Fuchs vom Landratsamt, liegen aktuell nicht vor.

Statistik

Aktive positiv Fälle: 1203

Infizierte insgesamt: 3505

Stationär in Behandlung: 67, davon 6 auf Intensivstationen

Genesene Patienten: 2237

Verstorbene Patienten: 65