Jana Borath kommentiert: Über Anträge und Drohkulissen

Die Autorin meint zum Fall der Ponitzer Grundschule: Ohne Worte

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Eine Woche vor dem Start ins Schuljahr wissen die Eltern der Ponitzer Grundschüler sicher: Das neue Schuljahr beginnt. Wohl auch eine Schuljahresanfangsfeier für die Abc-Schützen soll es geben. Doch hier beginnt schon ihre Unsicherheit. Diese wächst, wenn es um den Unterricht für ihre Sprösslinge geht und ob es zu schaffen sein wird, ihn komplett abzuarbeiten. Ja, wenn die rund 60 Kinder täglich in die umliegenden Grundschulen nach Gößnitz oder Schmölln gefahren werden würden. Nein, wenn der Unterricht auf dem Ponitzer Pfarrberg erfolgen solle. Und wenn Lehrer dorthin zwangsabgeordnet werden müssten, liege es nahe, dass deren baldige Krankschreibung die Folge seien könnten. All das nahmen Ponitzer Mütter und Väter mit aus einem Gespräch im Schulamt Ostthüringen. Diesen Termin zu bekommen, war ein hartes Stück Arbeit. Niemand reagierte auf ihre E-Mails und Anrufe. Die Eltern-Fragen mussten als Anträge eingereicht werden. Erst das zog. Mal abgesehen von der Drohkulisse, die im Schulamt Ostthüringen vor den Eltern Ponitzer Grundschüler aufgebaut wurde – allein schon der Umgang mit ihnen ist erschreckend. Kann man im Schulamt Ostthüringen Sorgen von Müttern und Vätern nicht nachvollziehen, wenn die Grundschule ihrer Sprösslinge eine Woche vor Schulbeginn ohne Lehrer dasteht? Muss ­Otto Normalverbraucher inzwischen Anträge formulieren, damit eine Thüringer Behörde eine Frage beantwortet? Sind Eltern Bittsteller in einer Mangelsituation, die sie nicht zu verantworten haben? Nein!

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