Jana Borath über Handwerk im Salon

Handwerker haben viel zu erzählen.

Über ihre Profession beispielsweise und was diese so besonders macht. Was das Schöne ist am Umgang mit Materialien, wie befriedigend, Neues und Einzigartiges daraus entstehen zu lassen. Im September öffnet für Handwerker ein Erzählsalon auf Burg Posterstein. Und damit gibt es eine Bühne für all diese soliden Berufe. Endlich. Denn inzwischen sind Handwerker sogar vom Aussterben bedroht. Bürstenmacher, Korbflechter, Scherenschleifer – heutzutage trifft man sie bestenfalls noch auf thematischen Märkten. Aber damit sein täglich Brot verdienen? Das ist schwierig im digitalen Zeitalter. Nachfolger für die kleinen und Kleinstbetriebe im Handwerk fehlen. Indes ist der Verwaltungsaufwand, damit so ein Unternehmen läuft, für deren Inhaber fast schon erdrückend. Es mangelt an Nachwuchs in Handwerksberufen. Denn wer will sich heutzutage noch schmutzig machen bei der Arbeit? Kaum ein Handwerksmeister findet angesichts von alldem Zeit, für die Einzigartigkeit seines Berufes zu werben, seine Erfahrungen weiter zu geben. Und hier kommt Verlegerin Katrin Rohnstock mit ihrem Salonabend auf Burg Posterstein ins Spiel. Brücken bauen, indem man erzählt. Ein Rezept, mit dem man Tradition bewahren und Neues entdecken kann.

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