Katja Grieser über einen Knochenjob und wahre Helden mit großen Herzen

Den Frauen und Männern hat man ihre Erschöpfung am Samstagvormittag angesehen. Mitten in der Nacht wurden sie aus dem Bett geklingelt, um das Feuer in Trebula zu löschen.

Dabei hatten sie sich nach einer harten Arbeitswoche auf Entspannung am Wochenende gefreut. Doch daraus wurde nichts. Nicht nur am Samstag, sondern auch am Sonntag waren sie im Einsatz. Restlöscharbeiten galt es zu erledigen, Brandwache zu halten. Erst vor drei Wochen hatten sie ein ähnlich heißes Wochenende. Diese Ehrenamt ist nicht nur gefährlich, sondern frisst auch jede Menge Zeit und Kraft. Es ist ein Knochenjob, für den es noch nicht einmal Geld gibt. Hut ab vor jedem, der sich dafür ­entscheidet.

Dafür braucht man ein großes Herz. Und das haben offenbar viele Feuerwehrleute, wie sie bereits am Wochenende davor in Pahna bewiesen haben. Beim Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren bekamen einige Betreuer mit, dass die fünfjährige Elaine aus Borkwalde in der Nähe von Potsdam an Leukämie erkrankt ist – bereits zum zweiten Mal. Die Kleine braucht dringend eine Knochenmarkspende. 50 Feuerwehrleute fackelten nicht lange und ließen sich spontan für eine mögliche Spende typisieren. Ob das passende Knochenmark für Elaine dabei war, wird sich zeigen. Doch selbst wenn sie nicht sie retten können, so sind die Daten der Feuerwehrleute nun gespeichert und sie können vielleicht anderen Blutkrebskranken helfen. So sehen wahre Helden aus.

Zu den Kommentaren