Kirchgemeinden im Altenburger Land werden förmlich überrannt

Lohma  Festival im Sprottental geht zu Ende – Veranstalter ziehen positives Fazit

Der Kirchenchor Seelingstädt, begleitet von Violinen, Trompete, Schlagzeug und Klavier präsentierte am Samstag eine irische Messe in Lohma.

Der Kirchenchor Seelingstädt, begleitet von Violinen, Trompete, Schlagzeug und Klavier präsentierte am Samstag eine irische Messe in Lohma.

Foto: Andreas Bayer

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Mit einem Paukenschlag und über 100 Sängern des Volkschores Schmölln sowie des Georgius-Agricola-Chores Glauchau ging gestern im Pfarrhof Nöbdenitz das Festival im Oberen Sprottental zu Ende. „Wir haben unglaublich viele positive Rückmeldungen bekommen“, sagt Organisator Wolfgang Göthe vom Kirchgemeinderat Nöbdenitz. „Vollmershain etwa war zum ersten Mal dabei, die waren selber überrascht, was sie auf die Beine stellen konnten.“

Auch zum Tag des offenen Denkmals in Pfarrhof Nöbdenitz, der Kirche Posterstein sowie der Atelierkirche Lohma sei man förmlich überrannt worden. Die Masse an Veranstaltungen in den zurückliegenden neun Tagen habe die Kirchgemeinden in Nöbdenitz, Selka, Vollmershain und Rückersdorf teilweise an die Grenzen geführt, so Göthe. Dennoch werde es im nächsten Jahr gewiss eine Neuauflage geben, wieder Anfang September.

„Es geht darum, die Kirchgemeinden zusammen zu bringen, sich intensiver auszutauschen und ein anderes Publikum zu erreichen als sonst“, so der Organisator. „Man kann viel auf Papier schreiben, aber am Ende muss es auch mit Leben gefüllt werden“, sagt Göthe, der hofft, auch auf diesem Wege andere Kirchgemeinden dazu zu bringen, künftig ihr Gotteshaus als offene Kirche zu präsentieren und kulturell zu nutzen, wie dies die Nöbdenitzer bereits seit Jahren praktizieren.

Die Leipziger Künstlerinnen, die derzeit ihre Bilder etwa in der Kirche in Lohma ausstellen, seien anfangs sehr skeptisch gewesen. Zuvor hatten sie noch nie in einer Kirche ausgestellt und Bedenken, weil der Raum tagsüber nicht immer bewacht wird. „Jetzt sind sie total begeistert“, so Göthe.

„Man muss nicht in die großen Städte Weimar oder Erfurt fahren, um große Kultur zu erleben“, sagt Julian Degner vom Gemeindekirchenrat. Zu oft erlebe man, dass jede Kirchengemeinde ihr eigenes Süppchen koche. Dies aufzubrechen, sei mit dem Festival im Oberen Sprottental bereits gelungen.

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