Landratsamt Altenburger Land verbietet, Wasser aus Flüssen zu nehmen

Altenburg  Von dem Verbot betroffen sind sämtliche Bäche, Flüsse und Seen. Von der Allgemeinverfügung ausgenommen ist lediglich das Tränken von Vieh.

Die Wasserstände sind wegen der anhaltenden Trockenheit besorgniserregend niedrig. Symbolfoto: Roland Weihrauch

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Das Landratsamt ­Altenburger Land hat am Donnerstag eine Allgemeinverfügung erlassen, wonach Wasserentnahmen aus oberirdischen Gewässern auf dem Gebiet des Landkreises Altenburger Land mittels Pumpvorrichtungen für den eigenen Bedarf mit sofortiger Wirkung bis auf Widerruf untersagt sind. Das betrifft sämtliche Bäche, Flüsse und Seen, von der Allgemeinverfügung ausgenommen ist lediglich das Tränken von Vieh.

„Grund für den Erlass der Verfügung ist die langanhaltende außerordentliche Trockenheit im Altenburger Land“, erklärt Birgit Seiler, Leiterin des Fachdienstes Natur- und Umweltschutz in der Kreisverwaltung. „Die Zustände unserer Gewässer sind kritisch und machen das Verbot zur Entnahme erforderlich, um die Tier- und Pflanzenwelt in den Gewässern vor Schaden zu bewahren“, so Seiler ­weiter.

„Das Defizit des Wasserhaushaltes aus dem Jahr 2018 ist noch nicht ausgeglichen und weiterhin fehlt es an Niederschlägen. Die Wasserstände sind besorgniserregend niedrig“, sagt die Fachdienstleisterin.

Verbot könnte auch verlängert werden

Die Allgemeinverfügung wird wegen der anhaltenden Trockenheit und der aktuellen Wetterprognose, die keine Phase mit umfangreichen, flächendeckenden Niederschlägen erwarten lässt, bis zum 15. September 2019 beschränkt. Sollte sich an der Wetterlage bis dahin nichts geändert haben, ist vorgesehen, das Verbot zur Wasserentnahme zu verlängern. Zuwiderhandlungen gegen die Allgemeinverfügung stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können im Einzelfall mit einem Bußgeld bis zu 50.000 Euro geahndet werden, heißt es aus dem Landratsamt.

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