Münchner mit Schmöllner Wurzeln beschenkt die Knopfstadt

Schmölln  Als Erinnerung an die Großeltern: Eine Trachtenpuppe hat gestern ihren Platz im Bürgerservice auf dem Amtsplatz gefunden

Bernd Leickert mit der kleinen Trachtenpuppe, die der Münchner Gernot Becker der Stadt Schmölln geschenkt hat.  

Bernd Leickert mit der kleinen Trachtenpuppe, die der Münchner Gernot Becker der Stadt Schmölln geschenkt hat.  

Foto: Jana Borath

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Bernd Leickert vom Heimat- und Verschönerungsverein war gestern Morgen schon ein wenig aufgeregt. Immerhin war er es, der der Stadt Schmölln eine besondere Schenkung aus München überreichte.

Dabei handelt es sich um eine Trachtenpuppe, eine Marche. Sie ist etwa 100 Jahre alt, hat einen Kopf aus Porzellan und Schlafaugen. Sehr gut erhalten ist sie obendrein. „Ein echtes Liebhaberstück“, kommentiert Leickert, als er die Puppe gestern vorsichtig aus dem Karton hob. In dem kam sie vor kurzem in Schmölln an, auf die Reise geschickt wurde sie in München. Und zwar von Gernot Becker, dessen Familienwurzeln bis ins Altenburger Land reichen. Beckers Großeltern – Alfred Oskar und Ida Maria Bräutigam – sind beide gebürtige Schmöllner.

Die Puppe sei eine gewisse Kostbarkeit, die er nicht veräußern wolle, schreibt Gernot Becker nach Schmölln. „Ich möchte sie als Geschenk an die Stadt meiner lieben Vorfahren übergeben.“ Seine einzige Bitte: einen guten Platz für diese Trachtenpuppe wählen. Der fand sich schnell nach kurzer Beratung zwischen Leickert und Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade (SPD). Die kleine Marche sitzt nun in der gläsernen Vitrine direkt am Eingang des Schmöllner Bürgerservice auf dem Amtsplatz. „Hier kann sie wirklich jeder sehen und unser Bürgerservice ist immer gut besucht“, freute sich Leickert gestern.

Gernot Becker hat ihm aber noch mehr gesendet, wofür der Heimatfreund sehr dankbar ist. Zum einen eine auf Karton gemalte Ansicht der heutigen Gößnitzer Straße 36, dem Elternhaus von Beckers Großmutter. „Es ist ganz toll“, ist Leickert begeistert. Die Arbeit von L. Seidel aus dem Jahre 1904 wird einen Platz beim Heimat- und Verschönerungsverein bekommen.

Eine weitere Gabe aus München ist ein Schmöllner Tageblatt, dass 1908 gedruckt worden war. Anlass dafür war die Vermählung Beckers Großeltern, zahlreiche Freunde haben sich in diesem Tageblatt mit kleinen Texten verewigt.

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