Schlussminuten werden ZFC Meuselwitz zum Verhängnis

Cottbus Erfurt  In der Fußball-Regionalliga verliert der ZFC in Cottbus nach 2:0-Führung noch mit 2:3. Erfurt erkämpft gegen den BFC Dynamo ein 2:1

Ausgleich: Erfurts Sinisa Veselinovic lenkt nach einer Ecke den Ball zum zwischenzeitlichen 1:1 ins Berliner Netz.

Ausgleich: Erfurts Sinisa Veselinovic lenkt nach einer Ecke den Ball zum zwischenzeitlichen 1:1 ins Berliner Netz.

Foto: Frank Steinhorst

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Stark begonnen und dann zum Schluss doch noch untergegangen ist der ZFC Meuselwitz gestern beim FC Energie Cottbus. Denn im Stadion der Freundschaft lagen die Thüringer durch Danny Breitfelder seit der 25. Minute vorn. Eine Führung, die Alexander Dartsch vor 5204 Zuschauern in der 71. Minute sogar noch zum 2:0 ausbauen konnte.

Die Entscheidung? Nein. In den letzten zehn Minuten drehte Energie die Partie noch zu einem nicht mehr erwarteten 3:2, nachdem erst Felix Brügmann (81.) und dann in der Nachspielzeit Dimitar Rangelov (91.) sowie Jan Koch (93.) trafen. Eine bittere Niederlage, mit der der ZFC auf den 14. Tabellenplatz abrutscht. „In den ersten 20 Minuten hatten die Cottbuser mehr Druck gemacht, dann konnten wir die Partie zu unseren Gunsten drehen. Aber in der Schlussphase haben die Hausherren nochmals richtig aufgedreht“, meinte Trainer Heiko Weber, der mit seiner Mannschaft die bittere Lehre mitnahm, „dass ein Spiel eben nicht nach 90 Minuten, sondern oftmals erst viel später beendet ist“.

Energie-Coach Klaus-Dieter Wollitz bemängelte die anfangs fehlende Effizienz und die vermeidbaren Fehler, die zu den Gegentreffern führten. „Aber“, so Wollitz erleichtert, „wir konnten in der Schlussphase das Spiel noch zu einem glücklichen Ende für uns drehen.“ Der FC Rot-Weiß Erfurt hat sich vor heimischer Kulisse ein 2:1 gegen den BFC Dynamo erkämpft – obwohl die Gastgeber die Startphase komplett verschlafen hatten und folgerichtig in Rückstand gerieten.

Erfurts Trainer Thomas Brdaric war deshalb so bedient, dass er in der Halbzeitpause als Weckruf eine Wasserflasche durch die Kabine schleuderte. „Man muss sich fragen, wo einige Spieler in den ersten 15, 20 Minuten gedanklich waren. Vielleich hätte man ihnen als Wachmacher eine Schelle verteilen sollen“, sagte Brdaric, für den eine weitere Tiefschlafphase der Abwehr in der 24. Minute die Wende in diesem Spiel darstellte. In jener Situation verhinderte Erfurts neuer Torhüter Jannick Theißen im letzten Moment das 0:2 für Berlin. „Dann wäre es das wohl gewesen in diesem Spiel“, vermutete Brdaric.

Zur Halbzeit rückte erst Selim Aydemir ins Erfurter Aufgebot, später wurde Velimir Jovanovic aufs Feld geschickt. Fortan agierte der FC Rot-Weiß schwungvoller und wurde schließlich mit dem Ausgleich belohnt. In der 54. Minute grätschte Sinsa Veselinovic den Ball nach der siebten Ecke über die Linie. Fünf Minuten nach seiner Einwechslung schlug dann Jovanovic zu. Nach Vorarbeit von Danilo Dittrich erzielte der 32-Jährige seinen vierten Saisontreffer.

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