Feuerwehrleute aus Pahna unterstützen kleine Krebspatientin

Pahna  Feuerwehrleute aus Pahna haben sich spontan für eine Knochenmarkspende typisieren lassen. Sie wollen damit einer Fünfjährigen helfen, die an Leukämie erkrankt ist.

Test für eine Stammzellspende. Symbol-

Test für eine Stammzellspende. Symbol-

Foto: Maria Berentzen/dpa

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Wenn er helfen kann, hilft ein Feuerwehrmann. Auch spontan. Das zeigte sich kürzlich im Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren. Denn dort ließen sich auf einen Schlag 50 Betreuer der angehenden Feuerwehrleute für eine Knochenmarkspende typisieren. Ohne dass diese Aktion vorher angekündigt und beworben wurde – dank eines Zufalls. „Schon seit geraumer Zeit läuft dort parallel zum Kreiszeltlager ein Volleyballturnier, für das wir als Feuerwehr die Sanitätsabsicherung übernehmen“, so Kreisjugendwart Stephan Penndorf. Und bei dem Turnier verletzte sich eine Teilnehmerin und musste behandelt werden. „Unsere Helfer kamen bei der Versorgung mit den Teilnehmern ins Gespräch und erfuhren vom Schicksal der fünfjährigen Elaine aus Borkwalde in der Nähe von Potsdam, die an Blutkrebs erkrankt ist “, so Penndorf.

Bereits zum zweiten Mal an Leukämie erkrankt

Das Mädchen ist bereits zum zweiten Mal an Leukämie erkrankt. Erstmals kämpfte sie im Alter von zwei Jahren gegen diese Krankheit. Dann im Januar die Schockdiagnose: Der Krebs war zurück und für die Fünfjährige begann das Martyrium erneut. Mittlerweile hat die Kleine den ersten Chemoblock überstanden – ausgestanden ist ihr Leiden noch lange nicht. Sie hat nur eine Überlebenschance, wenn sich binnen der nächsten drei Monate ein passender Stammzellenspender findet.

Für die Fünfjährige sucht deshalb der Verein für Knochenmark- und Stammzellspenden (VKS) in einer Typisierungsaktion passende Stammzellspender. „Um möglichst viele zu erreichen, statten wir auch Verwandte, Freunde und Bekannte mit den Typisierungssets aus, damit die Aktion, möglichst weit gestreut wird“, sagt die Sprecherin des in Dresden beheimateten VKS, Ulrike Porstein.

In Pahna standen nun auch derart ausgestattete Angehörige mit im Volleyball-Wettbewerb. „Über 50 Betreuer erklärten sich spontan zur Typisierung bereit. Und es hätten noch deutlich mehr daran teilgenommen, aber da waren die Sets bereits restlos aufgebraucht“, so Penndorf und weiter: „Wir wünschen der Kleinen einen Treffer und schnelle und vollständige Genesung.“

Weitere Informationen unter https://www.vks-sachsen.de/besiegen/blog/katharina-will-leben.html

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