Strohlager in Trebula brennt nieder

Trebula  Ein Strohlager in Trebula ist niedergebrannt. Die Feuerwehren der Umgebung mussten zu einem Großeinsatz ausrücken. Es war nicht der erste Brand dieser Art.

Lichterloh brannte in der Nacht zu Samstag ein Stroh- und Heulager der Milchviehanlage in Trebula.

Foto: Feuerwehr Schmölln

„Meine Leute sind müde“, sagt der Schmöllner Stadtbrandmeister Mirko Kolz am Samstagvormittag kurz nach 9 Uhr. Kein Wunder, denn die Feuerwehrmänner und -frauen hatten zu dem Zeitpunkt bereits einen über siebenstündigen Einsatz hinter sich. In der Nacht zum Sonnabend wurden sie nach Trebula gerufen, weil dort ein Stroh- und Heulager an der Milchviehanlage lichterloh brannte.

„Es soll einen Riesenknall gegeben haben und dann waren auch schon die Flammen da“, erzählt Kolz, der mit rund 60 Einsatzkräften ausgerückt war. Neben den Schmöllnern waren die Großstöbnitzer, die Altkirchener und die Zschernitzscher vor Ort. „Altkirchen habe ich schon nach Hause geschickt, die kommen dann am Mittag wieder“, so Mirko Kolz. Denn obwohl der Brand in den frühen Morgenstunden unter Kontrolle war, waren weitere Löscharbeiten notwendig. Stroh und Heu flammten immer wieder auf. „Wir haben leider keinen Platz, es richtig breit zu ziehen und dann zu löschen“, bedauert Mirko Kolz. So zog sich der Einsatz hin, selbst am Sonntag musste noch gelöscht werden.

Die Rauchentwicklung am Samstag war, auch bei den Restlöscharbeiten, enorm. Anwohner sollten lieber Fenster und Türen geschlossen halten. Und selbst am Sonntag qualmte es noch.

Mehrere Brände in den vergangenen Wochen

Wie der Stadtbrandmeister sagt, war auch die Polizei am Sonnabend vor Ort. Zur Brandursache gibt es aber noch keine Aussage. Das Gleiche gilt für die Schadenshöhe. „Ich gehe aber schon von einem fünfstelligen Betrag aus“, so Mirko Kolz.

In den vergangenen Wochen hat es in der Region mehrere Brände gegeben. In der Nacht zum 15. Juni brannte ein Palettenlager zwischen Altkirchen und Schwanditz lichterloh. Die Flammen griffen sogar auf das Nachbargebäude über und beschädigten den Dachstuhl sowie einen Gabelstapler.

Während des Löscheinsatzes wurden zwei Feuerwehrleute leicht verletzt. Mit Kreislaufproblemen und Verbrennungen mussten sie ins Krankenhaus.

Am 16. Juni, gegen 2.40 Uhr, brannte es erneut. Diesmal wurden etwa 50 Strohballen in einem Silo bei Göllnitz angezündet und brannten nieder. Noch während dieses Einsatzes wurde ein weiteres Feuer gemeldet. Auch hier wurden Strohballen in der Nähe einer Milchviehanlage bei Jauern angezündet.

Die Polizei ist in allen Fällen von Brandstiftung ausgegangen.

Schließlich waren da noch die Großbrände einer Lagerhalle und des Sportlerheims in Großenstein. Hier soll es dieses Wochenende eine Festnahme gegeben haben. So zumindest wurde es von verschiedenen Quellen an unsere Redaktion herangetragen. Demnach soll am Sonnabendmorgen eine möglicherweise für die Brände verantwortliche Person verhaftet worden sein. Eine Bestätigung seitens der Polizei war auf unsere Nachfragen nicht zu erhalten.

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