Verein Lilli bietet seit zehn Jahren Hilfe zur Selbsthilfe

Gößnitz  Jubiläum am Samstag beim Afrikaabend im Kinder- und Jugendcamp der Arbeiterwohlfahrt gefeiert

Am Samstag trafen sich Mitglieder des Lilli-Vereins zum Afrikaabend in Gößnitz.

Am Samstag trafen sich Mitglieder des Lilli-Vereins zum Afrikaabend in Gößnitz.

Foto: Kai und Kristin Fotografie

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Zehn Jahre harte Arbeit, aber auch viel Unterstützung und vor allem Erfolgserlebnisse liegen hinter Sylvia Fischer, Vorsitzende vom Lilli Verein in Gößnitz. Am Samstag haben sie und ihre Mitstreiter beim Afrikaabend das Jubiläum des Vereines gefeiert.

Was Sylvia Fischer 2008 bei einem Namibia-Urlaub erlebt hat, war die Geburtsstunde des Lilli-Vereins. Eine Afrikanerin starb nach der Geburt ihres Kindes, Fischer kümmerte sich, half dem Vater und gab dem Mädchen den Namen Lilli. Und sie sollte weiter unterstützt werden und so wurde der Hilfsverein gegründet. „Wir haben mit 22 Mitgliedern angefangen, jetzt sind es 102. Das hätte ich nie gedacht, ich freue mich darüber“, sagt Fischer. Das jüngste Vereinsmitglied ist ein Jahr alt, das älteste 88 Jahre. Die Mitstreiter kommen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Frankreich, England, aus Namibia und der Schweiz.

Mehrere Projekte sind in den letzten zehn Jahren umgesetzt worden, unter anderem der Bau von Kindergärten, Sanitäranlagen und Spielplätzen. Dabei ist es dem Lilli-Team wichtig, den Namibianern nicht einfach etwas vorzusetzen. Hilfe in Form von finanziellen Mitteln bietet der Verein, die Arbeit müssen die Leute vor Ort schon allein erledigen. Große Bauvorhaben stehen in diesem Jahr nicht an, das Geschaffene zu erhalten, ist das Ziel von Sylvia Fischer mit ihrem Verein. Dankbar ist sie für die große Unterstützung. „Wir wundern uns manchmal, von wo die Pakete zu uns kommen“, sagt sie. Zum Beispiel aus Sachsen oder Baden-Württemberg erhält der Verein Hilfsgüter, die nach Namibia geschickt werden. „In Gößnitz werde ich auch oft angesprochen, da werden mir beispielsweise Stoffe angeboten“, freut sich Fischer, der das Schicksal von Lilli natürlich besonders am Herzen liegt. Nachdem die Elfjährige vor ein paar Monaten Probleme in der Schule hatte, schreibt sie jetzt wieder Einsen und Zweien. Sylvia Fischer wünscht sich für die Zukunft, dass Lilli die Schule erfolgreich abschließt und einen Beruf erlernt.

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